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9. Lokführerstreik: Keinerlei Verständnis mehr

(18.5.2015) Es ist den Bürgern, und schon gar nicht den Bahnkunden, Verständnis für diese Streikentwicklung abzuringen; der Volksmund nennt dies “Affentheater”. Es kann mit der Sache nicht mehr viel zu tun haben, wenn man sich nach zahlreichen Nebenkriegsschauplätzen nun darum streitet, wer zuerst vom Tisch aufgestanden oder zu spät an den Tisch gekommen ist. DB und Gewerkschaft haben auch eine Gemeinverantwortung, der sie sich endlich bewußt werden sollten.

Dass es in der Bundesrepublik keine “Zwangsschlichtung” gibt, ist sicher ein wesentlicher Gewinn für unsere Demokratie. Dennoch sollte man sich in der Politik jedoch endlich Gedanken darüber machen, wie man eine Streiksituation auf demokratische Weise aus der Sackgasse führt. Immerhin handelt es sich im vorliegenden Fall der Eisenbahn um die Daseinsvorsorge einer Grundversorgung, deren Regelung bei der Bahnreform ignoriert wurde und heute quittiert wird.

Definitiv ist die Politik gefordert, denn die Kontrahenten werden solche bleiben.

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Nach dem Streik ist vor dem nächsten Streik

(11.5.015, DBV-Bundesverband) Es gibt nichts, das uns ein Ende der GdL-Streikwelle erhoffen läßt. Die Fronten sind verhärtet, die Gesprächs”partner” gehen bereits unter die Gürtellinie und die Politik klebt das Pflaster neben die Wunde, denn die Einheitsgewerkschaft wird das Problem auch nicht lösen – zumindest nicht für den Bahnkunden. Für diesen ist es egal, welcher Gewerkschaftsname auf der Streikfahne prangt; er braucht das aus seinen Steuergeldern subventionierte Verkehsmittel Bahn. Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) hält daher an seinen Forderungen an die Politik fest, umgehend die Nachlässigkeiten der Bahnreform bezüglich der Daseinsvorsorge zu bereinigen und gesetzliche Grundlagen zu schaffen.
Die Bundesregierung hat immerhin derzeit die verfassungsgebende Mehrheit. In anderen europäischen Ländern, z.B. Italien, gibt es bereits gesetzliche Regelungen für Streiks in Bereichen der Grundversorgung.
Der DBV fordert daher:
1. Öffentliche Streikankündigung mind. 5 Tage vor Beginn.
2. Gesetzliche Festlegung eines Mindest-Notfahrplans im Umfang von 1/3 des Gesamtfahrplans im Personenverkehr und 1/4 im Güterverkehr.
3. Der Notfahrplan muß Bestandteil des Jahresfahrplans sein. In den Fahrplanmedien (Kursbücher, Aushangfahrpläne) sind die Züge des Notfahrplans zu kennzeichnen.
4. Zur Sicherstellung des Notfahrplans muß der Bund nötigenfalls die derzeitige Beamten-Auslaufpraxis dahingehend umwandeln, in dem ein Drittel der Lokführer verbeamtet bleiben und dienstrechtlich, wie bislang, dem Bundeseisenbahnvermögen zugeordnet bleiben.
Die derzeitigen Auseinandersetzungen sind jedenfalls eine unerträgliche und unverhältnismäßige Zumutung für die Bahnkunden und den Verkehrsträger Bahn schlechthin
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Lokführerstreik contra Daseinsvorsorge

(3.5.2015, DBV-Bundesverband) Es liegt dem Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV) fern, sich in das fundamentale Grundrecht auf Arbeitskampf einzuschalten. Wenn die Auswüchse eines Streiks jedoch nicht den eigentlichen Kontrahenten sondern den trifft, der auf das Produkt angewiesen ist, so muß schon deutlich seitens der Kunden auf die Schieflage des Arbeitkampfs hingewiesen werden. Es kann nicht sein, dass ein Weselsky bestimmt, ob und wann die Kunden mit der Bahn fahren dürfen.

Mit der Bahnreform wurde die grundgesetzliche Daseinsvorsorge durch die privatrechtliche Führung des bundeseigenen Bahnbetriebs ausgehöhlt. Die für die Grundversorgung wichtigen Dienstposten der Bahn, der Lokführer und der Fahrdienstleister waren bis 1993 verbeamtet um den Kunden vor Streiks zu schützen. Da stets mit Streiks zu rechnen ist, ist die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. Die geplante “Einheitsgewerkschaft” zulasten von Spartengewerkschaften ist ganz sicher nicht die Lösung, denn auch diese kann dann - mit allen Gewerken der Bahn - noch umfassender die Bahn lahm legen.

- Die Bundesregierung hat gesetzliche Grundlagen zu schaffen, die bei Streiks, welche nach Aussage von Rechtswissenschaftlern nicht als Höhere Gewalt einzustufen sind, die Grundversorgung z.B. durch gesetzlich vorgegebene Notfahrpläne für ein nützliches Mindestangebot, als Bestandteil des jeweiligen Jahresfahrplans zu sichern. Entsprechende Schienenersatzverkehre durch die Länder sind einzubeziehen.

- Als die eigentlichen, vom Streik direkt Betroffenen, sind im Fall von Schlichtungen die Bahnkunden durch Vertreter ihrer Verbände zu beteiligen.
Wenn nicht bald dieses “heiße Eisen” angefasst wird, dann werden nach dem Fernbus auch nach den Streiks ein großer Teil der Kunden der Bahn verloren gehen, aber auch Herrn Weselsky die Mitglieder weglaufen.

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EFWO veranstaltet Aktivtagung, letzte Draisinenfahrten in 2014

(29.9.2014) Der DBV-Mitgliedsverband "Eisenbahnförderverein Westsdachsen-Ostthüringen" veranstaltet am heutigen Montag eine Aktivtagung zur Eisenbahnstrecke Werdau West - Wünschendorf. Das Programm finden der Tagung und den Fahrplan für die vorgesehenen Draisinenfahrten finden Sie auf den Seiten des Vereins.

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Keine Züge mehr auf 3 Strecken in Sachsen-Anhalt

Mit einer Pressemitteilung vom 24.8.2014 gab die Nasa GmbH, die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt, bekannt, dass auf den drei Regionalstrecken

  • Merseburg - Schafstädt,

  • Lutherstadt Wittenberg - Bad Schmiedeberg und

  • Klostermannsfeld - Wippra

zum Dezember bzw. zum April 2015 der Betrieb abbestellt wird. Hiergegen regt sich lokaler und überregionaler Protest.

Bitte unterstützen Sie die örtlichen Initiativen und unterschreiben Sie die Petitionen zum Erhalt:

Informationen zum Bahnhof Pretzsch (Elbe) gibt es auf der privaten Seite Bahnhof Pretzsch.

 

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EFWO-Draisinenfahrten wieder ein voller Erfolg

Eisenbahn-Förderverein Westsachsen-Ostthüringen (EFWO)

Rund 700 Fahrgäste am 6. und 7. September 2014

"Stillgelegt ist schlecht gefahren" - unter diesem Motto veranstaltete der EFWO eine beliebten Draisinenfahrten auf der Werdauer Waldbahn.Am 13. und 14. September 2014 werden die nächsten Fahrten angeboten. Den Fahrplan und weitere Informationen auf der Internetseite des EFWO.

 

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DBV-Landesverband Berlin-Brandenburg: Ausbau der Bahnverbindung Rostock - Berlin: Hohe Kosten und wenig Nutzen für den Fahrgast

(13.6.2013) Ausbau der Bahnverbindung Rostock - Berlin: Hohe Kosten und wenig Nutzen für den Fahrgast

Am heutigen Freitag wird mit einem Sonderzug der offizielle Abschluss der Neubauarbeiten an der Eisenbahnstrecke Rostock - Berlin gefeiert. Der DBV-Landesverband Berlin-Brandenburg nimmt dies zum Anlass, seine grundsätzliche Kritik an dem Projekt zu wiederholen. Grundsätzlich mag die Ertüchtigung langfristig durchaus sinnvoll sein. Aber landauf, landab wird darüber geklagt, dass kein Geld vorhanden sei. Dennoch werden teure Großprojekte weiterhin auf den Weg gebracht.

Was hat der Fahrgast an die Ostsee von den 900 Millionen Euro Investitionen? Fahren mehr oder längere Züge auf der knapp 200 Kilometer langen Strecke? Wird die Fahrzeit bedeutend kürzer? Alle Fragen müssen mit "Nein" beantwortet werden. Lediglich Langhagen und Kratzeburg (beide in Mecklenburg-Vorpommern) werden wieder ab Fahrplanwechsel im Dezember 2014 bedient. Um etwa 10 Minuten (das entspricht 6,6 % der Fahrzeit) auf der Gesamtstrecke zwischen Berlin und Rostock schneller werden die Züge, die heute im Durchschnitt 2 Stunden 40 Minuten brauchen. Und es wird vielleicht ein ICE-Zugpaar zwsichen Berlin und Rostock geben.

Was sollen riesige Investitionen in die Infrastruktur, wenn sie kaum Bedeutung für den Fahrgast haben? Denn nach wie vor fahren über Oranienburg nach Rostock und Stralsund nur alle 2 Stunden Regionalexpress-Züge an die Ostsee. Dringend notwendige Taktverdichtungen in der Sommersaison wird es nicht geben - hierfür ist kein Geld da. Wie stattdessen die Probleme mit ständig überfüllten Zügen und einem Fahrkomfort der der früheren 4. Wagenklasse ähnelt, gelöst werden sollen, darauf gibt die Politik keine Antwort.

Auch die in einer Presseerklärung von Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger behauptete durchgängige Befahrbarkeit mit 160 km/h zwischen Berlin und Rostock wird es nicht geben. Auf die von ihm erwähnten 160 km/h Geschwindigkeit beschleunigen die Regionalexpress-Züge erst nördlich von Oranienburg. Und Oranienburg liegt bekanntlich in Brandenburg.

Weil das vorhandene Geld auch in Zukunft in wenige Großprojekte fließt, fehlt es für kleine Infrastrukturverbesserungen. So wird es auch weiterhin im Norden keine direkte Regionalzug-Verbindung von Hennigsdorf und Birkenwerder nach Berlin geben. Keine S-Bahn nach Velten plus Regionalverkehr, keinen 10 Minuten-Takt der S-Bahn-Linie S 1 zwischen Frohnau und Oranienburg im Berufsverkehr und auch keine Weichenverbindung am Bahnhof Karow, damit die Züge aus und nach Gesundbrunnen hier halten können.

Wie "zukunftsweisend" die Brandenburger Bahnpolitik ist, lässt sich auch daran ersehen, dass alle Bahnsteigneubauten, die durch das Land Brandenburg mitfinanziert worden sind, eine Länge von 140 Metern haben. Exakt ausreichend für einen 5-Wagen-Doppelstockzug. Vielleicht hätte man ja den Bahnsteig etwas länger bauen können, damit in einigen Jahren problemlos auch einige Züge mit 6 Wagen halten können? Denn alle Prognosen sagen einen weiteren Anstieg der Fahrgastzahlen voraus. Doch hier fehlt das Geld - wie schade!

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5./6.9.2014: DBV-Bildungsfahrt zum Jade-Weser-Port und zur Brauereibesichtigung nach Jever

(10.6.2014) Die diesjährige DBV-Bildungsreise führt sowohl DBV-Mitglieder als auch interessierte Nichtmitglieder am 5. und 6.9.2014 zum Jade-Weser-Port und zur Brauereibesichtigung nach Jever. Das Programm mit weiteren Informationen finden Sie hier.

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Fernbusse - Nur im fairen Wettbewerb

(4.4.2014) Das Präsidium des Deutschen Bahnkunden-Verbands (DBV) hat die Forderung des Bayerischen Verkehrsministers Joachim Herrmann positiv zur Kenntnis genommen, mit der er die Einführung einer Maut für Fernbusse verlangt. Damit wird eine Forderung aufgegriffen, die der DBV bereits beim Start der Fernbusse aufgestellt hat.
Grundsätzlich ist konkurrierenden Verkehrsangeboten im Fernverkehr nichts entgegenzuhalten; so auch nicht dem Fernbusverkehr. Nicht jedoch unter den derzeitigen Bedingungen.
So müssen auch für alle Verkehrsträger die selben Wettbewerbsbedingungen gelten. Dies ist beim Fernbusverkehr nicht gegeben. So wird es dem Bus ermöglicht, auf öffentlich subventionierten Verkehrswegen faktisch kostenlos zu fahren und zu Dumpingpreisen Fernverkehre anzubieten, während die Eisenbahnen für den Verkehrsweg bezahlen müssen.
Autobahnen, Bundesstraßen und Eisenbahnstrecken sind Bundesverkehrswege. DBV-Präsident Gerhard J. Curth fordert deshalb von der Bundesregierung die Gleichbehandlung des gewerblichen Fernverkehrs, entweder durch die Einführung der  Busmaut oder durch Befreiung des Eisenbahn-Personenverkehr von den Trassenpreisen auf Bahnstrecken. Es kann nicht sein, dass die Bahnreisenden schlechter behandelt werden als die Fernbusreisenden. Dies gilt auch für die Gleichstellung der gesetzlichen Fahrgastrechte.

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Fahrtage 2014 auf der Wisentatalbahn Schönberg (Vogtl) - Schleiz

(2.4.2014) Der DBV-Förderverein Wisentatalbahn hat einen Kompaktfahrplan mit seinen Verkehrstage für 2014 veröffentlicht. Samstags und sonntags wird sogar, in Zusammenarbeit mit der KomBus, ein Anschluss von Schleiz nach Bad Lobenstein angeboten. Wissenswertes über den DBV-Förderverein gibt es auf deren Internetseite.

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DBV Berlin-Brandenburg begrüßt starkes Engagement der Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin für "ihre" Eisenbahn


Auch Ergebnis des deutlichen Bürgerprotestes!    

(5.2.2014) Nun scheint es so, als ob in der Prignitz doch noch nicht alle Lichter ausgehen, weil die Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin zum ÖPNV-Niemandsland werden. Der DBV freut sich über den Willen zum Erhalt der Bahnlinien in den beiden Landkreisen und sieht hierin durchaus auch ein wichtiges Signal für andere Landkreise.

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Kann Mülheim beim Nahverkehr von Berlin lernen?

(30.1.2014) Um die Straßenbahn in Mülheim ist es nicht gut bestellt. Seit über einem halben Jahr wird ausschließlich darüber diskutiert, ob sich die Stadt dieses "teure" Verkehrsmittel noch leisten kann und darf oder ob der Dieselbus nicht die bessere Alternative sei.

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DBV bittet um Unterstützung für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste

(29.1.2014) Ganz besonders schwer haben es im Moment mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, wie Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer und Blinde. Schnee, Glätte und Matsch machen ihnen den Weg von und zur Haltestelle schwer. Der DBV bittet deshalb Reinigungsunternehmen, Verkehrsbetriebe und Fahrgäste, mobilitätseingeschränkten Fahrgästen durch eine umfassende Schnee- und Glättebeseitigung sowie ganz normale zwischenmenschliche Hilfe die Nutzung von Bahn und Bus zu erleichtern.

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