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Jahrgang 2013

Rückblick 2013: Fahrgastverband freut sich über umgesetzte Projekte

(27.12.2013) Der DBV-Mitgliedsverband "Aktion Münchener Fahrgäste" hat für 2013 seinen Jahresrückblick veröffentlicht. Fazit des Sprechers der Organisation, Andreas Nagel: "Nur durch die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten läßt sich das Angebot der Linienverkehrsmittel erhalten und weiter an die Erfordernisse der Fahrgäste anpassen." Den kompletten Text finden Sie hier.

Eisenbahn-Bundesamt (EBA) genehmigt Einsatz ICE 3 in Doppeltraktion

(23.12.2013) Bis zu 300 Triebzüge vom Typ "ICx" hat sich die DB AG 2011 durch einen Rahmenvertrag gesichert.

Nach den bekannten Lieferschwierigkeiten der vergangenen Jahre gibt es jetzt einen Lichtblick. Das EBA hat den Einsatz der Züge in Doppeltraktion genehmigt. Bis April 2014 sollen acht Züge für die Reserve im Fernverkehr zur Verfügung stehen.

Siemens liefert 80 elektrische Lokomotiven an die Finnischen Staatsbahnen (VR)

(20.12.2013) Bis 2016 soll die VR 80 elektrische Zweisystemlokomotiven vom Typ Vectron erhalten. Wie Siemens mitteilt, steht die Vertragsunterzeichnung kurz bevor. Mit enthalten ist auch ein zehnjähriger Wartungsvertrag. Die VR hat demnach eine weitere Option auf 97 weitere Lokomotiven.

Kreisverkehr Güterfelde eröffnet – 12 Millionen für ein kleines Straßenbauprojekt!

(DBV-Regionalverband Potsdam-Mittelmark, 18.12.2013)

Am 17.12.2013 eröffnete Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) die neue Straßenverbindung L 40 vom Flughafen Schönefeld nach Potsdam. In diesem Zusammenhang wies er die Forderung, auch an eine Schienenverbindung von Berlin nach Stahnsdorf zu denken, mit den Worten, dass nicht jedes Verkehrsprojekt nötig sei, zurück. Der Regionalverband fragt sich, ob denn die Baukosten für den Kreisverkehr bei Güterfelde von 12 Millionen Euro nötig waren.

In Brandenburg scheint es angesichts dieser Ausgaben für ein sehr kleines Teilprojekt noch selbstverständlich zu sein, Straßen so zu bauen, als sei Geld unbegrenzt vorhanden. Verkehrsvermeidung? Verkehrsverlagerung auf die parallel bestehende Bahnverbindung? Fehlanzeige. Während für Straßenprojekte scheinbar noch jede Menge Geld zur Verfügung steht, lehnt Vogelsänger ständig geforderte Angebotsverbesserungen im öffentlichen Nahverkehr ab. So steht zu befürchten, dass die Landeshauptstadt Potsdam 10,7 Millionen Euro zurückzahlen muss, weil ihr „nur“ weitere 6 Millionen Euro für die Verlängerung der Straßenbahn zum geplanten Plattner-Campus aus dem Landeshaushalt an Zuschüssen fehlen.

Wo bitte bleibt die Lobby für die Bahn- und Buskunden in der Brandenburger Landesregierung?

Deutscher Bahnkunden-Verband und IGEB Fernverkehr, 15.12.2013

DB-Fernverkehr: Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 nur mit Detailverbesserungen

Der Fahrplanwechsel im Fernverkehr brachte den Bahnkunden wieder einige wichtige Detailverbesserungen; hervorzuheben ist hier insbesondere das Integrationsmodell in der Relation Bremen - Emden, bei dem Reisende InterCity-Züge nun auch mit Nahverkehrstickets nutzen können.

Bedingt durch den inakzeptablen und peinlichen Ablauf bei der Auslieferung bzw. der Inbetriebnahme der bereits im Dezember 2008 (!) bestellten 17 neuen ICE-Mehrsystemzüge (VELARO D) der Baureihe 407 steht das Fernverkehrsangebot leider auch in 2014 vor dem Problem von vermeidbaren Kapazitätsengpässen. Angesichts der mittlerweile boomenden Fernbuskonkurrenz können diese Rahmenbedingungen nicht zufrieden stellen. Im Dezember 2010 hatte die Deutsche Bahn bei Bombardier Transportation desweiteren 135 IC-Doppelstockwagen mit Fernverkehrskomfort sowie 27 Lokomotiven der Baureihe 146.2 im Wert von rund 360 Millionen EURO bestellt. Wegen der auch bei diesem Auftrag mittlerweile eingetretenen Verzögerungen bei der Fertigung und Zulassung werden die neuen Zugeinheiten statt Ende 2013 nun frühestens ab Mitte 2014 zum Einsatz kommen.

Die wesentlichen Fahrplanänderungen seit 15. Dezember 2013 sind im folgenden zusammengefasst:

IC-Linie 32 (Berlin - Hannover -) Dortmund – Köln – Mainz - Stuttgart

Mit dem Zugpaar IC 2222/2223 erhielten u.a. Aachen, Mönchengladbach, Viersen und Krefeld eine umsteigefreie Verbindung ab/bis Berlin. Dieses Zugpaar verkehrt von Montag - Freitag (IC 2222: Aachen Hbf ab 05:45 Uhr, Berlin Ostbahnhof an 12:17 Uhr, IC 2223 Berlin Ostbahnhof ab 13:44 Uhr, Aachen Hbf an 19:50 Uhr).

IC-Linie 56 Norddeich Mole - Bremen - Hannover - Magdeburg - Leipzig

Auch ohne die Lieferung der InterCity-Doppelstockwagen hat die Deutsche Bahn das Angebot auf dieser Linie erfreulicherweise ausgeweitet. Grundlage dafür ist die im August 2011 mit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) und dem Bundesland Bremen vereinbarte Takt- und Tarifintegration auf der Strecke Norddeich Mole / Emden - Bremen. Die Anzahl der IC-Direktverbindungen wurde zwischen Leipzig und Emden auf bis zu neun Zugpaare ausgeweitet. Hude wurde neuer IC-Systemhalt. Bahnkunden profitieren neben den Angebots- auch von Tarifverbesserungen: Sie können nun mit Fahrausweisen des Nahverkehrs die InterCity-Züge im rund 160 km langen Abschnitt Norddeich/Mole - Bremen nutzen. Für dieses Integrationsmodell, das Fernverkehrsangebote u.a. in der Region nicht nur sichert, sondern sogar spürbar verbessert, wurde die LNVG seitens des DBV am 30.08.2013 deshalb auch mit dem Deutschen Schienenverkehrspreis (Innovations-Preis) ausgezeichnet.
Die Durchbindung der IC-Linie 56 ab/bis Dresden ist entfallen; stattdessen wurde die IC-Linie 55 (bislang Köln - Hannover - Leipzig) ab/bis Dresden verlängert.

IC-/EC-Linie 27 Hamburg - Berlin - Prag / Wien / Budapest

Zwischen Berlin Hbf und Dresden Hbf  betragen die Fahrzeiten auch weiterhin 2 Stunden, 6 Minuten. Die notwendige Attraktivitätssteigerung, d.h. eine spürbare Fahrzeitverkürzung, ist leider auch weiterhin nicht in Sicht und dürfte parallelen Fernbusangeboten in dieser Relation weiterhin Auftrieb geben.
Das EuroCity-Zugpaar 178/179 Prag - Berlin wird überwiegend an Sonnabenden bis Rostock durchgebunden (mit Halt in Neustrelitz und Waren), aber leider mit vielen Angebotslücken z.B. an den Wochenenden im Januar - März 2014.

IC-Linie 87 Stuttgart - Zürich

Neuer Systemhalt bei dieser im 2-Stunden-Takt verkehrenden Linie ist Böblingen (wegen eines Trassenkonflikts gibt es bei IC 181 jedoch eine Ausnahme).

IC-/EC-Linie 99 Hamburg - Lüneburg - Stendal - Berlin - Wroclaw

Entgegen bisheriger Befürchtungen wird das EC-Zugpaar 248/249 Hamburg - Berlin - Wroclaw auch im neuen Fahrplanjahr angeboten. Erfreulicherweise hat hier die entsprechende Initiative des DBV anlässlich des Fahrgastsprechtages mit dem DB-Vorstandsvorsitzenden Dr. Grube (im Rahmen der Schienenverkehrswochen) Wirkung gezeigt. Die Durchbindung ab/bis Krakow wird aber angesichts von baustellenbedingten Kapazitätsengpässen auch weiterhin nur mit dem InterCity-Bus angeboten.
Angesichts stark rückläufiger Besetzung des bislang an Freitagen und Sonntagen verkehrenden IC-Zugpaares Munster - Uelzen - Stendal - Berlin (Auswirkungen durch die Abschaffung der Wehrpflicht) erfolgt die Führung seit dem Fahrplanwechsel nunmehr ab/bis Hamburg, was angesichts der Kapazitätsengpässe in der Relation Hamburg - Berlin zu begrüßen ist.

RailJet-Linie (RJ) 90 München - Salzburg - Wien - Budapest; EC-Linie 62 Frankfurt (Main) - Stuttgart - München - Salzburg - Klagenfurt

Mit einem zusätzlichen siebten RailJet-Zugpaar wurde eine neue Frühverbindung zwischen München und Wien geschaffen, in der Gegenrichtung wird nachmittags eine bisherige Angebotslücke des 2-Stunden-Taktes zwischen Budapest bzw. Wien nach München geschlossen.
Reisende aus Richtung Stuttgart und München können zudem auch eine schnelle Umsteigeverbindung nutzen, da mit der EC-Linie 62 Anschluss an die RJ-Linie Innsbruck - Wien geschaffen wurde. Mit der RJ-Direkt - und der Umsteigeverbindung besteht nunmehr ein Stundentakt in der Relation München - Wien.

ICE-Linie 28 München - Nürnberg - Berlin - Hamburg bzw. Rostock

Die letzte Verbindung Hamburg - Berlin verkehrt an Freitagen und Sonntagen eine halbe Stunde später als bislang. Aus Richtung Kiel kommend wird so der Anschluss in Hamburg zum ICE 907/1727 (ab 22:43 Uhr) nach Berlin (an 0:25 Uhr) am gleichen Bahnsteig realisiert.
Nach dem weitgehend abgeschlossenen Streckenausbau zwischen Berlin und Rostock hat sich die Fahrzeit im Fernverkehr seit 15. Dezember 2013 um 20 Minuten auf 2:08 Stunden (Berlin Hbf - Rostock Hbf) verkürzt. Ab Sommer 2014 wird sich die Fahrzeit nach vollständigem Abschluss der Bauarbeiten um weitere 15 Minuten verkürzen.

IC-Line 50.1 Wiesbaden - Mainz - Frankfurt (Main) - Leipzig, ICE-Line 50.2 Frankfurt (Main) Flughafen - Weimar - Leipzig - Dresden

Die Linie 50.2 Frankfurt (Main) Flughafen - Weimar - Leipzig verkehrt neu ab/bis Dresden Hbf und wurde weitgehend auf ICE-Züge umgestellt. Die bisherige ICE-Linie 50.1 Wiesbaden - Mainz - Frankfurt (Main) - Dresden beginnt/endet dagegen bereits in Leipzig Hbf und wird ab Januar 2014 weitgehend auf modernisierte InterCity-Züge umgestellt. In Leipzig Hbf wurde der Anschluss an die IC-Linie 55 (Köln - Leipzig - Dresden) Richtung Dresden realisiert, ebenfalls auch in der Gegenrichtung. Grund für die veränderte Linienführung sind Umbauarbeiten in Leipzig Hbf, u.a. Bahnsteigverlängerungen.

Nachtreisezugverkehr

Mit der Einstellung des Zugpaares D 1248/1249 Berlin - Saratov zum Fahrplanwechsel ging der Niedergang des Bahnangebots in bzw. aus  Richtung Osteuropa leider weiter. Hierzu wird in SIGNAL 01/2014 noch gesondert berichtet.


Weiteres Verbesserungspotenzial im Fernverkehrsangebot...  

Seitens der Deutschen Bahn AG wurden mit dem neuen Fahrplan zweifellos wieder einige wichtige Angebotsverbesserungen realisiert. Unabhängig davon besteht aus Fahrgastsicht aber etliches Verbesserungspotenzial, wobei zumindest teilweise keine zusätzlichen Fahrzeuge erforderlich sind. Folgende Beispiele seien an dieser Stelle genannt, um Angebotslücken zu schließen:

IC-/EC-Linie 27: Die von Fahrgästen immer wieder geforderte Verdichtung des heutigen 2-Stunden-Taktes zwischen Berlin und Dresden auf einen 1-Stunden-Takt bzw. ein verbessertes Fernverkehrsangebot auf der ausgebauten Strecke Berlin - Rostock lässt auf sich warten. Diese Taktverdichtung kann beispielsweise mit der Einführung einer neuen InterCity-Linie Warnemünde - Rostock bzw. Binz - Stralsund - Berlin - Dresden erreicht werden. Im Abschnitt Berlin - Rostock/Warnemünde bzw. Stralsund/Binz kann bei wechselnder Bedienung dann ein 4-Stundentakt realisiert werden. Für diese Angebotsausweitung ist die Auslieferung bzw. Inbetriebnahme der neuen InterCity-Doppelstockzüge aber unabdingbare Voraussetzung.
Ähnlich wie in der Relation Bremen - Norddeich/Emden bietet ein tarifliches Integrationsmodell auch zwischen Berlin und Rostock/Warnemünde bzw. Stralsund/Binz die Möglichkeit, das Fernverkehrsangebot wieder deutlich zu verbessern.

IC-Linie 50.1: Anstatt diese Linie in Leipzig Hbf beginnen/enden zu lassen, bietet sich hier eine Durchbindung über Falkenberg (Elster) ab/bis Cottbus an (Cottbus ist nach der Landeshauptstadt Potsdam immerhin die zweitgrößte Stadt im Bundesland Brandenburg (!)).

IC-Linie 56: Da der durchgehende elektrische Betrieb seit dem Fahrplanwechsel nun auch auf dem 73 km langen Teilabschnitt zwischen Reichenbach und Hof möglich ist, bietet sich die Verlängerung dieser z.Zt. in Leipzig Hbf endenden Linie ab/bis Hof Hbf an. Verbindungen in diese seit vielen Jahren vom Fernverkehr abgehängten Region werden auf diese Weise spürbar verbessert. Ein Korrespondenzhalt mit kurzen Umsteigezeiten ermöglicht zudem Anschlüsse in Richtung Nürnberg und Regensburg.

IC-/EC-Linie 99: IC 1931 aus Richtung Hamburg (ehemals Munster) erreicht freitags um 15:01 Uhr Berlin Südkreuz, Richtung Hamburg fährt IC 1938 sonntags um 20:47 Uhr hier ab. U.a. für Wochenend-Kurzurlauber ist damit eine Durchbindung ab/bis Görlitz in attraktiver Zeitlage möglich.

ICE-Linie 75: Unverständlich bleibt weiterhin, dass die in der Relation Aarhus bzw. Kopenhagen - Berlin eingesetzten dieselgetriebenen ICE TD nicht für umsteigefreie Durchbindungen genutzt werden. Bei einer Zugteilung in Berlin-Ostbahnhof (Ankunft 14:40 Uhr) kann auch in diesem Fall die mittlerweile seit vielen Jahren unbefriedigende Anbindung von Görlitz, zusätzlich von Chemnitz problemlos realisiert werden. Die derzeit langen Stillstandszeiten können sinnvoll genutzt werden. Angesichts der Abfahrt um 11:14 Uhr in Berlin Ostbahnhof ist auch in der Gegenrichtung eine brauchbare Fahrplanlage möglich.

ICE-Linie 10: Auch die nachfragestarke Relation Berlin - Rhein-Ruhr bietet weiteres Potenzial durch Einrichtung einer schnellen ICE-Sprinter-Verbindung zwischen Berlin und Köln mit Halten lediglich in  Berlin Ostbahnhof, Berlin Hbf, Berlin Zoologischer Garten, Berlin-Spandau, Hannover Hbf und Dortmund Hbf, ggf. mit der Möglichkeit einer umsteigefreien Durchbindung über Köln Hbf hinaus ab/bis Brüssel. Die neue Viersystemzug der ICE-Baureihe 407 (VELARO D) kann in dieser Relation sinnvoll eingesetzt werden - wenn dieser endlich für den Betrieb zur Verfügung stehen würde! Eine derartige Verbindung wäre dabei für die meisten Fahrgäste von höherem Nutzen als die nur mit hohem bürokratischen und finanziellen Aufwand realisierbare Direktverbindung nach London.

...und überfälliger Handlungsbedarf auf politischer Ebene


Nicht zuletzt besteht auf politischer Ebene unverändert dringender Handlungsbedarf. Die Angebotsgestaltung im Fernverkehr orientiert sich an betriebswirtschaftlichen Kriterien, mit der Folge, dass die Flächenerschließung im Fernverkehr seit Jahren deutliche Lücken aufweist.
In Artikel 87e Absatz 4 des Grundgesetzes heißt es dagegen wörtlich: "Der Bund gewährleistet, dass dem Wohl der Allgemeinheit, insbesondere den Verkehrsbedürfnissen, beim Ausbau und Erhalt des Schienennetzes der Eisenbahnen des Bundes sowie bei deren Verkehrsangeboten auf diesem Schienennetz, soweit diese nicht den Schienenpersonennahverkehr betreffen, Rechnung getragen wird.“ Auch in der letzten Legislaturperiode wurde es wiederum versäumt, die entsprechende gesetzliche Regelung zu schaffen, welche gewährleistet, dass Verkehrsangebote im Schienenpersonenfernverkehr dem Wohl der Allgemeinheit Rechnung tragen. Ein „Schienenersatzverkehr“ in Form von Fernbusverbindungen ist hier wenig zielführend, bzw. erfüllt den gesetzlichen Auftrag nicht. Hier hat die neue Bundesregierung die Aufgabe, das längst überfällige Fernverkehrsgesetz endlich auf den Weg zu bringen bzw. diese Gesetzeslücke zu schließen.

 

Dieser Artikel wurde auch in der verkehrspolitischen Zeitschrift SIGNAL veröffentlicht.

Kein IC-Verkehr mehr zwischen Trier und Koblen ab Fahrplanwechsel Dezember 2014

(13.12.13) Mit dem Fahrplanwechsel im kommenden Jahr wird es zwischen Trier und Koblenz keinen IC-Verkehr mehr geben. Wie die Rhein-Zeitung in einem Artikel heute meldet, weigert sich das Land Rheinland-Pfalz, eine anteilige Finanzierung dieser Verkehre mit zu übernehmen.

Allianz Pro Schiene: Im Zug fahren Reisende am sichersten

(12.12.2013) "Für unsere alltägliche Mobilität ist die Eisenbahn das mit Abstand sicherste Verkehrsmittel“ fasste heute der Geschäftsführer der Allianz Pro Schiene das Ergebnis einer Untersuchung zusammen.

Das Bündnis, dem auch der Deutsche Bahnkunden-Verband angehört, hat heute seine "Opferstatistik 2012" vorgestellt. Demnach ist das Risiko im Verkehr getötet zu werden, im Auto 54-ml höher als bei der Eisenbahn. Selbst im Vergleich zum Bus schneidet der Schienenverkehr noch 3,5-mal besser ab. Das Ergebnis ist übrigens in allen europäischen Ländern gleich: das Bahnfahren ist nicht nur umweltschonender, sondern auch sicherer.

Potsdam: Mehrbelastungen des städtischen Haushalts nicht durch Etatkürzungen beim ÖPNV gegenfinanzieren!

(11.12.13) Der Regionalverband Potsdam-Mittelmark des Deutschen Bahnkunden-Verbandes (DBV) wiederholt seine Forderung, die Verkehrsbetriebe von weiteren Kürzungen zu verschonen!
Der DBV warnt davor, mit Blick auf die Mängel der Sporthallen am Luftschiffhafen, die Debatte um den Parkeintritt oder den Bau neuer Schulen, kommende Mehrbelastungen des städtischen Haushalts durch weitere Etatkürzungen beim ÖPNV auch nur anteilig kompensieren zu wollen.
Diese würden aus Sicht des DBV unausweichlich Angebotsstreichungen nach sich ziehen - ein Umstand, den sich unsere Stadt nicht leisten sollte und im Grunde nicht leisten kann! Insbesondere die Straßenbahn ist in diesen Tagen überhaupt das einzige Verkehrsmittel, um in Potsdam verlässlich unterwegs zu sein.
Wir rufen allen Akteueren in Verwaltung und Politik in Erinnerung, mit welcher Regelmäßigkeit sie sich um ÖPNV und seinem Nutzen für die Stadt bekennen.

 

RB 21 und RB 22: Mit Sicherheit verspätet oder Komplettausfall - Pünktlichkeit im Regionalverkehr auf der Berliner Stadtbahn ist ein großes Problem

Exemplarisch hat der DBV über 153 Tage die Linien RB 21 und RB 22 am Bahnhof Friedrichstraße beobachtet. Vom 1.7. bis 30.11.2013 wurde die tatsächliche Abfahrtszeit von 885 Zügen in Richtung Westen mit den Fahrplanangaben verglichen.
Abfahrtsverspätung RB 21/RB 22 ab Bf Friedrichstraße Richtung Potsdam vom 1.7. bis 30.11.2013:
 
Pünktlich
bis 5 Minuten
bis 10 Minuten
über 10 Minuten
Komplettausfall
Anzahl, Prozent
112 (= 13 %)
298 (= 34 %)
117 (= 13 %)
21 (= 2 %)
337 (= 38 %)
 
Seit Dezember 2012 werden Fahrten im Berufsverkehr von in Potsdam Hbf bzw. Griebnitzsee endenden Züge bis Berlin-Friedrichstraße verlängert. Diese Züge sollen die Universitätsstandorte Golm und Griebnitzsee mit Berlin umsteigefrei verbinden. Jedoch: Was nützt eine Direktverbindung, die in 38 Prozent aller Fälle ersatzlos ausfällt und der Fahrzeitvorteil durch ständige Verspätungen verloren geht?
Was die schlechte Pünktlichkeit der RB 21- und RB 22-Züge deutlich machen: die Berliner Stadtbahn ist an ihre Kapazitätsgrenzen angelangt und die Haltezeiten von in der Regel einer Minute pro Halt reichen nicht mehr für den Fahrgastwechsel beim Ein- und Aussteigen aus. Die Belegung zwischen Charlottenburg und Ostbahnhof mit Zugfolgen im Minutentakt sorgt dafür, dass sich Verspätungen einer Fahrt auf andere Linien übertragen und den gesamten Tag über kaum mehr getilgt werden können.
Der DBV-Landesverband fordert deshalb die Verantwortlichen des VBB, der Verkehrsverwaltungen beider Länder und der Verkehrsunternehmen auf, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um den Regionalverkehr in der Region Berlin-Brandenburg zuverlässiger zu gestalten. Das Ziel: die Züge müssen pünktlicher werden! Ausfälle und Verspätungen von mehreren Minuten müssen wieder die große Ausnahme werden - nicht der Normallfall.
Der DBV weist darauf hin, dass dem Fahrpreis und dem veröffentlichten Fahrplan auch eine Gegenleistung gegenüber steht. Bedauerlich ist, dass die Verantwortlichen der Pünktlichkeit keine große Bedeutung beizumessen scheinen. Denn die Zuverlässigkeit der RB 21 und RB 22 ist seit fast einem Jahr ein großes Ärgernis für die Fahrgäste und geändert hat sich in diesem Jahr nichts.
Unsere kurz- und mittelfristigen Forderungen:
  1. Verlängerung der Haltezeiten im Raum Berlin um insgesamt zwei Minuten pro Zug.
  1. Prüfung einer alternativen Linienführung der RB 21 und RB 22 mit einem neuen Endpunkt Berlin Hbf (tief), Gesundbrunnen oder Ostbahnhof anstatt Friedrichstraße.
  1. Mittelfristige Anpassung der Zuglängen bei stark nachgefragten Verbindungen um einen weiteren Wagen bzw. Bestellung zusätzlicher Züge.

5. und 6. Dezember 2013: Orkantief "Xaver" wird den Nordosten Deutschlands durcheinanderbringen,

(4.12.2013) Mit "Xaver" werden Orkanböen und Schnee in Norddeutschland erwartet. Wie die DB AG in einem Pressedienst mitteilte, wird dies auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr haben. Bereitschaftsdienste zum Räumen von Gleisen und Bahnsteigen stehen in Bereitschaft und für die Information der Fahrgäste stehen ebenfalls Personale bereit.

Steigende Fahrgastzahlen im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB)
Debatte um Bahnhofsschließungen und Abbestellungen in Brandenburg sind kontraproduktiv - Angebotsausweitungen wären das richtige Signal
(3.12.2013) Wie der VBB in einer Pressemitteilung vom 3.12.2013 mitteilt, steigen die Fahrgastzahlen im VBB-Gebiet weiter. 2013 werden es über 1,3 Milliarden Menschen sein, die sich mit Bahn und Bus in Berlin und Brandenburg fortbewegen. Ein verlässliches Bahn- und Busangebot ist für viele Berliner und Brandenburger inzwischen ein wichtiges Argument und auch die Wirtschaft profitiert davon. Leider finden die steigenden Fahrgastzahlen in der Verkehrspolitik kaum Niederschlag.
Die seit über einem Jahr geführte Debatte um die Schließung von schwach frequentierten Bahnhöfen in den berlinfernen Regionen und das Dogma des Brandenburger Verkehrsministeriums, für Angebotsausweitungen sei kein Geld vorhanden, ist rückwärtsgewandt. Welchen Stellenwert hat der ÖPNV in Brandenburg? Daseinsvorsorge, umweltverträgliche Mobilität spielen kaum eine Rolle. In Brandenburg wird das Verkehrsangebot nur unter dem Gesichtspunkt der Kosten diskutiert.
Viele Pendler fahren täglich aus Brandenburg nach Berlin zur Arbeit und abends wieder zurück mit Regionalbahn und Regionalexpress, weil das Auto längst keine Alternative mehr ist. Am Wochenende zieht es Berliner in die Umgebung der Bundeshauptstadt und die Brandenburger Natur. Übervolle Züge auf vielen Relationen zeigen die Notwendigkeit für Angebotsausweitungen. Jedoch hat sich die Platzkapazität kaum geändert. Wenn der ländliche Raum eine Zukunft haben soll, dann muss das Bahn- und Busangebot hier verlässlich werden. Die alljährlichen Debatten, welche Verkehre man sich in welcher Form noch leisten könne, zeigen für den DBV, dass auf Landesebene langfristige Strategien fehlt.
Die Fahrgastzahlen werden auch in den nächsten Jahren weiter steigen. Nach Meinung des DBV wird daher eine Angebotsverdichtung unumgänglich werden.

Schienengüterverkehr in Deutschland ging zurück

(29.11.2013) Innerhalb Deutschlands nahm von Januar bis September die Transportleistung im Schienengüterverkehr im Vorjahresvergleich um 1,8 % ab. Einzig das grenzüberschreitende Transportvolumen legte nochmals um 4,8 % zu. Die Verkehrswende bleibt also eine Phrase...

DBV-Landesverband fordert: Schluss mit dem teuren U-Bahn-Neubau in Berlin -Stattdessen Ausbau der Straßenbahn forcieren

 

(27.11.2013) 525 Millionen Euro sollen die 2 Kilometer U-Bahn-Verlängerung der Linie U 5 in Berlin nach neuesten Berechnungen der BVG kosten. Angesichts dieser enormen Kosten fordert der DBV, sich für die kommenden Jahre von teuren Großprojekten zu verabschieden und stattdessen das Straßenbahnnetz dort auszubauen, wo es sinnvoll ist.

 

Angeblich ist das Geld ja überall knapp und jede Ausgabe muss wirtschaftlich hinterfragt werden. Warum leistet sich die Bundeshauptstadt bei Verkehrsinvestitionen wie dem Flughafen BER, der A 100-Verlängerung, der S 21 und der U 5 heute noch eine Ausgabementalität wie vor 40 Jahren? Alle diese Großprojekte kosten den Steuerzahler viele Milliarden Euro und der verkehrliche Nutzen hält sich sehr in Grenzen - abgesehen von der langen Bauzeit. Vielleicht hat es sich bis in die Berliner Politik ja noch nicht herumgesprochen: ein Ausbau der Straßenbahn ist eine höchst sinnvolle Sache.

 

Die Straßenbahn ist der bereits heute moderne und ausgereifte Inbegriff der Elektromobilität! Sie kostet weniger Geld als eine U-Bahn, kann schneller gebaut werden, braucht keine teuren Tunnelbauwerke, ist von vornherein behindertengerecht (kommt ohne störanfällige Aufzüge aus), ist im Stadtgebiet umweltfreundlicher als jeder Dieselbus, hat im Innenstadtgebiet ein dichtes Haltestellennetz, bietet viele umsteigefreie Direktverbindungen durch Linienüberlagerungen und bietet auch älteren Fahrgästen im Fahrzeug eine sichere Fahrt.

 

Andere Städte machen vor, wie es geht:
(in den Kosten sind teilweise auch weitere Infrastrukturmaßnahmen wie behindertengerechte Haltestellen und Betriebshoferweiterungen enthalten).

 

Leipzig

1,3 km

3,3 Mio. Euro

entspricht 2,53 Mio. Euro/km

Ulm

9,3 km

115 Mio. Euro

entspricht 12,36 Mio. Euro/km

Gera

2,3 km

21,3 Mio. Euro

entspricht 9,26 Mio. Euro/km

Magdeburg

13,5 km

134,6 Mio. Euro

entspricht 9,97 Mio. Euro/km

Nürnberg/Erlangen

30,81 km

365,0 Mio. Euro

entspricht 11,84 Mio. Euro/km

 

525 Millionen Euro für 2 Kilometer unterirdischen U-Bahn-Neubau in Berlin - es hätten auch über 40 Kilometer Straßenbahnstrecke sein können.

Ist DB Station & Service nicht neutral?

Mofair e. V., der Interessensverband der Wettbewerbsunternehmen im öffentlichen Personennahverkehr in Deutschland, fährt schwere Geschütze auf und wirft DB Station & Service die Verletzung der Neutralität vor. Es geht um das 4. Eisenbahnpaket der Europäischen Union. "„Aufgrund der Tatsache, dass unsere Meinungen bezogen auf Inhalt und Vorteilhaftigkeit dieses 4. Eisenbahnpaketes, zu konträr zueinanderstehen, sehen wir uns nicht in der Lage Ihnen die gewünschten Genehmigungen für Ihre geplanten Veranstaltungen zu erteilen.“ Mit diesem Hinweis ist eine Anfrage von Mofair abgelehnt worden, auf einigen großen Bahnhöfen für die Zustimmung und Verabschiedung zu werben. Der EVG wurde jedoch am 9.10.2013 gestattet, gegen die EU-Gesetzesinitiative zu protestieren - in den Bahnhöfen. Weil dies im Interesse des DB-Konzerns liegt!

4. Eisenbahnpaket? Die EU strebt an, Holdingmodelle (wie sie in Deutschland praktiziert werden) im Eisenbahnsektor zu unterbinden. Eine Trennung von Infrastruktur- und den Verkehrsunternehmen soll sich nicht nur in der Buchhaltung niederschlagen, sondern tatsächlich auch in Verantwortlichkeiten. Klar, dass dagegen nicht nur die Bundesregierung, sondern auch die DB AG kämpft. Nähere Informationen bietet die Veröffentlichung von Mofiar und auch die EVG-Position ist lesenwert.

DB AG bestellt 36 Triebzüge "LINK"

(22.11.2013) Für ihr "Sauerlandnetz" (Dortmund - Iserlohn, Dortmund - Dorsten und Dortmund - Hagen - Lüdenscheid)  hat die DB Regio AG heute 20 zwei- und 16 dreiteilige Triebzüge des polnischen Herstellers PESA bestellt. Der Wert dieses Abrufs beläuft sich auf 120 Millionen Euro.  Der Rahmenvertrag für die Baureihe "Link" umfasst insgesamt 450 Dieseltriebzüge. Betriebsaufnahme soll 2016 sein.

Fahrgastbeirat beim Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) fordert Vereinfachung der Automatenbedienung

(18.11.2013) Der Fahrgastbeirat beim VBN kritisiert, dass die 5 Verkehrsunternehmen sechs unterschiedliche Automatenarten im Verbundgebiet einsetzen. Damit werde die Bedienung erheblich erschwert. Es sei nicht zu verstehen, waum man sich im Sinne der Kunden nicht auf eine Vereinheitlichung einigen könne. Der Fahrgastbeirat fordert deshalb, zum 1.1.2015 nicht nur die Tarifreform umzusetzen, sondern zu diesem Zeitpunkt auch eine einheitliche Bedienoberfläche in Betrieb zu nehmen.

Amerikanische Kaffeekette ab 21.11. auch auf Schweizer Schienen

Ab 21.11.2013 fährt die amerikanische Kaffeekette "Starbucks" auch auf Schweizer Schienen. Zum 21.11.2013 soll der erste IC mit einer rollenden Filiale ausgerüstet sein. Die Internetzeitung "20 Minuten" berichtet ausführlich.

Jenaer begeistert von ihrer neuen Straßenbahn

(11.11.2013) "Perlnachtblaumetallic" heißt die neue Farbe, in der die fünf Neuzugänge bei der Jenaer Straßenbahn angestrichen sein werden. An der "Haltestelle Zukunft" konnten die Fahrgäste die erste der ausgelieferten Bahnen ausgiebig unter die Lupe nehmen. Die fünf Bahnen vom Typ "Tramino" (Hersteller Solaris) sollen ab Januar 2014 im Normalbetrieb eingesetzt werden. Sie kosten ca. 13,5 Millionen Euro, das Land Thüringen steuert 9 Millionen bei.

Rottenacker soll wieder Bahnhalt werden

(8.11.2013) Rottenacker in Baden-Württemberg sollte ab Dezember 2014 wieder Zughalt werden. Die Landesregierung hatte hier für 80 Züge am Tag die Halte bei DB Netz und DB Station & Service bestellt. Soweit alles klar.

Jedoch hat niemand mit dem Beharrungsvermögen und mangelndem Interesse der beiden Monopolisten gerechnet. Zuerst stellte DB Netz klar, dass nicht alle Halte machbar sind. Nachdem dieses Problem geklärt war, stellte DB Station & Service, Eigentümer des Bahnsteigs, fest, dass auch hier umfangreiche Sanierungsarbeiten notwendig seien, bevor dem Halt zugestimmt werden kann. Selbstverständlich muss für die Sanierung entweder das Land Baden-Württemberg oder die Gemeinde aufkommen. DB Station & Service kassiert später nur das Entgelt für den Halt. So einfach ist es.

Absichtserklärung von SBB und SNCF zum Betrieb der S-Bahn Genf unterzeichnet

(1.11.2013) Ab Dezember 2017 wird der Betrieb der S-Bahn in Genf durch eine neu zu gründende Gesellschaft wahrgenommen, deren Gesellschafter SBB und SNCF sind. Das Streckennetz umfasst 230 Kilometer mit 45 Bahnhöfen. Täglich sind 50.000 Fahrgäste unterwegs.

Verlängerung der Baseler Straßenbahnlinie 6 nach Lörrach?

(29.10.2013) Lörrach liegt im südwestlichen Zipfel der Bundesrepublik an der Grenze zur Schweiz. Auch hier gibt es Verkehrsprobleme.

Noch heißt die Endstation der Baseler Straßenbahnlinie 6 "Riehen Grenze" und endet direkt am Grenzübergang zu Deutschland. Nun hat die Lörracher Bürgerinitiative "IG Verkehr" vorgeschlagen, die Linie 6 bis nach Lörrach zu verlängern. Mehr zu dem Vorhaben auf der Internetseite der "IG Verkehr".

Deutschland ist Großaktionär bei Airbus

(27.10.2013) Klar, warum es keine Besteuerung des innerdeutschen Flugverkehrs gibt. Deutschland ist Großaktionär bei Airbus. Da wird man sich doch nicht selbst um Einnahmen und eine wichtige Position im Flugverkehr geben.

Elektrobusse sind sexy

(24.10.2013) Der Elektro- oder Obus ist auf dem Vormarsch. Zu diesem Ergebnis kommt das Projektbüro in seiner jüngsten Presseerklärung zum Abschluss des EU-Projektes "Trolley".

Informationen zu diesem umweltfreundlichen und nachhaltigem Verkehrsmittel und zu den Projektergebnissen gibt es auf der Internetseite www.trolley-project.eu

DBV Regionalverband Potsdam-Mittelmark, 23.10.2013

Zu den Vorschlägen der Landeshauptstadt Potsdam und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, wie die Verkehrsprobleme des Potsdamer Raumes in den Griff zu kriegen wären erklärt der Deutsche Bahnkunden-Verband Potsdam-Mittelmark:
Die vorgetragenen Ansätze, mit denen die Verkehrsprobleme in der Stadt Potsdam und deren Umland gelöst werden sollen, zeugen gleichermaßen von wenig Sachkenntnis und fehlendem politischen Handlungswillen, in Teilen sogar von Verantwortungslosigkeit. Einen wirklichen verkehrlichen Nutzen hat keine der erdachten Maßnahmen. Wem nutzt ein Expressbus, der sich mit im Stau anstellt. Und wem nutzt ein P+R-Parkplatz, der Millionen kostet und städtische Fläche verbraucht, damit nur ein geringer Prozentsatz der Fahrgäste mit dem eigenen PKW bis an den Bahnhof fahren kann? Und sollen Pender die erheblichen Fahrwege tatsächlich bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad zurücklegen? Um die Gesamtsituation zu verbessern, sind umfangreiche Investitionen in den schienengebundenen Nahverkehr unerlässlich. In diesem Punkt wird jedoch zu Protokoll gegeben, dass der Ausbau des Potsdamer Straßenbahnnetzes nicht befürwortet wird.
Ob die tatsächlichen Probleme einfach verkannt werden oder nicht erkannt werden wollen, bleibt das Geheimnis der Mitwirkenden. Ein Handlungsmotiv lässt sich jedoch aus Sicht des DBV den betreffenden Akteuren unterstellen: Alle vorgebrachten Maßnahmenvorschläge haben gemeinsam, dass sie verhältnismäßig wenig Investitionen benötigen und sich schnell und für den Bürger sichtbar umsetzen lassen. Grüßt da die kommende Kommunalwahl oder Landtagswahl?

DBV Berlin-Brandenburg, 23.10.2013
SÖP schlichtet jetzt auch für den Fernbusverkehr

(23.10.2013) Die "Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr" (kurz SÖP) ist laut einer Pressemitteilung des Bundesverkehrsministeriums ab sofort auch zur "Beilegung von Streitigkeiten aus der Beförderung im Kraftomnibusverkehr" anerkannt.

Rundfunk Berlin-Brandenburg, 21.10.2013
"Busse halten viel zu weit weg"

Zehn Jahre lang war der Zentrale Omnibusbahnhof in Brandenburg (Havel) ein Provisorium. Dann ging letzte Woche die Zwei-Millionen-Euro-teure neue Einrichtung in Betrieb. Doch der Deutsche Bahnkunden-Verband hält davon wenig.

Wenige Tage nach der Eröffnung des neuen Zentralen Omnibusbahnhofs in Brandenburg (Havel) wird Kritik laut. Der Deutsche Bahnkunden-Verband monierte die langen Wege für Reisende. Die Anlage liege weitab vom Bahnhof, von der Straßenbahn und den Taxihalteplätzen, sagte der Sprecher der Organisation, Frank Böhnke, am Montag dem rbb.

Umsteigen werde für die Reisenden "auseinandergezogen". Der Busbahnhof bringe deshalb für den Fahrgast wenig Nutzen.

Halt für 16 Regionalbuslinien und den städtischen Busverkehr

Der ZOB war in der vergangenen Woche nach fast zehn Jahren als Provisorium offiziell eröffnet worden. Östlich des Bahnhof-Vorplatzes entstanden neue Haltestellen und Wartehäuser für 16 Regionalbus-Linien und Teile des städtischen Busverkehrs von Brandenburg (Havel). An den Baukosten von zwei Millionen Euro hat sich das Land Brandenburg mit knapp 800.000 Euro beteiligt.

Luxemburg bekommt ein neues Straßenbahnsystem

(21.10.2013) Während manche bundesdeutsche Städte ernsthaft über die Einstellung von Straßenbahnlinien oder sogar Abschaffung ihre Straßenbahnnetzes (harmlos auch als "Vewrkehrsträgerwechsel" bezeichnet) nachdenken, soll die Stadt Luxemburg nach etwa 3 Jahren Planung und einem Baubeginn 2014 bis 2017 die erste Linie eines komplett neuen Straßenbahnnetzes erhalten. Die ca. 7,5 km lange, erste Strecke wird 15 Haltestellen erhalten. Für etwa 231 Millionen Euro werden sowohl neue Gleise und Haltestellen, ein Betriebshof und das Fahrzeugmaterial. Geplant ist in der Hauptverkehrszeit ein 3 Minuten-Takt mit einer Kapazität von 9.000 Fahrgästen.

Weitere Informationen auf der deutschsprachigen Seite der "Luxtram"

Neuer Busbahnhof in Brandenburg (Havel): 2 Millionen Euro Kosten für verhältnismäßig wenig Nutzen

(DBV-Regionalverband Potsdam-Mittelmark, 17.10.2013)

Der DBV-Regionalverband Potsdam-Mittelmark kritisiert die gestern, am 16.10.2013, erfolgte Einweihung des neuen Busbahnhof in Brandenburg (Havel). Rund 1,8 Millionen Euro hat die neue Anlage gekostet. Viel Geld für wenig Fahrgastnutzen - so der DBV-Regionalverband.

In den 1,8 Millionen Euro sind auch 36 kostenfreie Kfz-Parkplätze enthalten. Wieso wird die Anlage von Pkw-Parkplätzen aus Mitteln bezahlt, die eigentlich dem öffentlichen Verkehr zugute kommen? Der Parkplatz steht, wie auch der westlich vom Bahnhof, allen Autofahrern zur Verfügung. Die Anlage selber sieht zwar schick aus, ist kaum dazu geeignet, die Attraktivität der Busnutzung zu erhöhen. Zu weit ist der Weg von den Bahnsteigen des Regionalverkehrs bis zu den neuen Bussteigen - etwa 200 Meter und knapp 100 Meter von und zur Straßenbahn. Kurze Wege sehen anders aus. Durch die große Entfernung wird auch kaum ein Busfahrer heraneilende Fahrgäste aus verspäteten Zügen wahrnehmen können.

Wer hier umsteigt, sollte bei Regenzeiten Kapuze oder Schirm mitnehmen. Denn der Umsteigeweg ist nicht überdacht. Das Dach am Busbahnhof selber bietet ebenfalls keinen wirksamen Wetterschutz, weil es in etwa 5 Meter Höhe angebracht und nicht breit genug ist. Planer und Bauherr mögen Sinn für Ästhetik haben, fahren aber wohl kaum mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Wetterschutz hätte anders ausgesehen.

Auch die Anlage aller 6 hintereinander liegenden Haltestellen hätte besser gelöst werden können. Warum sind nicht drei nebeneinander mit jeweils zwei hintereinanderliegenden Haltestellenbuchten angeordnet worden? Das hätte zur leichten Orientierung der Fahrgäste beigetragen, wo ihr Bus abfährt und viele Wege zwischen Bahn und Bus verkürzt.

Der Bau des Busbahnhofs an dieser Stelle ist mehr oder weniger die konsequente Fortführung einer Fehlplanung. Anstatt alle Verkehrsmittel - Zug, Straßenbahn und Bus und Taxi - auf kleiner Fläche zu konzentrieren, werden durch ein Auseinanderziehen der Haltestellen die Umsteigewege erheblich verlängert. Der DBV-Regionalverband hat auch kein Verständnis dafür, dass die Nutzung der mit Geld aus dem öffentlichen Verkehr finanzierten Parkplätze kostenfrei allen Autofahrern zur Verfügung steht.

Verband der Bahnindustrie in Deutschland e. V. fordert Investitionen

(15.10.2013) Auf seiner Halbjahrespressekonferenz wies der Verband der Bahnindustrie in Deutschland auf die bestehende Finanzierungslücke von rund 2,5 Milliarden Euro im Jahr hin. Als besonders dringend seien in den kommenden Jahren Investitionen in die Sicherungstechnik. So seien 43 % aller heute noch in Betrieb befindlichen Stellwerke aus der Zeit bis 1949. Zur Gewinnung neuer Nachwuchskräfte startet der Verband in den nächsten Monaten umfangreiche Marketing- und Werbemaßnahmen.

DBV-Landesverband Berlin-Brandenburg: Ein Zug, ein Bahnsteig, vier Ziele

Technik trägt zur Fahrgastverwirrung bei - Bahnkunden-Verband fordert schnellstmögliche Änderungen

(14.10.2013) Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 gibt es im Bereich des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) eine Neuerung: einige Züge im Regionalverkehr werden seitdem auf einem Unterwegsbahnhof getrennt und fahren in verschiedene Richtungen weiter. Offenbar ist die Fahrgastinformation mit der verständlichen Darstellung auch fast ein Jahr nach Einführung dieses Verfahrens überfordert. Der DBV fordert deshalb eine Anzeige der unterschiedlichen Ziele eines Zuges analog den verständlichen Bahnsteiganzeigen bei den Zügen des Fernverkehrs.

Bahnhof Charlottenburg, 17.03 Uhr: auf Gleis 2 steht ein Zug, der in Potsdam Hauptbahnhof getrennt wird. Die ersten, vorderen fünf Wagen fahren von Potsdam Hbf weiter als RB 22 nach Schönefeld, die hinteren drei als RE 1 wenige Minuten von Potsdam Hbf später nach Brandenburg Hbf. Zwischen Charlottenburg und Potsdam fahren beide Zugeinheiten als ein Zug. Eigentlich eine klare Sache. Jetzt beginnt ein Problem, dass bei vielen Fahrgästen in Charlottenburg Rätselraten auslöst. Der vordere Teil des Zuges (RB 22) ist richtig mit "RB 22 Schönefeld" ausgeschildert. Die hinteren drei Wagen mit "RB 22 Potsdam Hbf". Was steht an der großen, modernen LCD-Anzeige am Bahnsteig? Nicht etwa "RB 22 Flughafen Schönefeld/RE 1 Brandenburg", nein. Der verdutzte Fahrgast liest dort "Golm/Brandenburg". Ja, was denn nun? Jetzt sind vertiefende geografische und Liniennetzkenntnisse erforderlich. Zögernd steigen viele Fahrgäste ein und wenden sich fragend an andere Fahrgäste - Personal ist natürlich nicht anwesend.

Die nächsten Fahrgast-Verwirrungstests lassen nicht lange auf sich warten. Laut Informationsbildschirme im RE 1-Zugteil kommt dieser Zug bereits aus Friedrichstraße und fährt nur bis Potsdam Hbf. Falsch! Der Bahnhof Charlottenburg war End- und Startpunkt. Trotz Durchsage des Zugbegleiters, dass der hintere Zugteil nach Brandenburg Hbf weiterfährt, kommt kurz vor Einfahrt in Potsdam Hbf die gegenteilige, standardisierte Durchsage "Wir bitten alle Fahrgäste in Potsdam auszusteigen."

Es ist bedauerlich, dass es nach über 9 Monaten nicht gelungen ist, eine eindeutige, richtige und verständliche Fahrgastinformation auf dem Bahnsteig und im Zug zu realisieren. Das Beispiel zeigt wieder einmal, dass Technik den Menschen nicht komplett ersetzen kann, sondern nur eine Unterstützung sein kann.

Bauarbeiten am Berliner Hauptbahnhof: Fahrplan und Information sind eine Katastrophe

(DBV-Landesverband Berlin-Brandenburg, 11.10.2013) Unter den ständigen, erheblichen Verspätungen haben insbesondere die Fahrgäste aus Brandenburg zu leiden, die zur Weiterfahrt mit Straßenbahn und Bus weitab von Berlin auf zuverlässige Züge angewiesen sind. Zur Zeit macht die DB AG mit einem katastrophalen RE 1-Fahrplan wirksam vor, wie auch noch der letzte Berufspendler zwischen Brandenburg (Havel) und Frankfurt (Oder) aufs eigene Auto getrieben wird.

Seit dem 7.10.2013 wird am Berliner Hauptbahnhof gebaut, ein Ferngleis ist gesperrt. Zwischen Friedrichstraße und Zoologischer Garten fährt der Fern- und Regionalverkehr in beiden Richtungen über ein Gleis. Trotz Einschränkungen und Umleitungen zahlreicher Linien bleibt am Tag 5 nach Inkrafttreten festzustellen, dass der theoretische Baufahrplan in der Praxis wieder einmal nicht funktioniert.

Die absolut schlechte und unvollständige Fahrplaninformation ist inzwischen keine besondere Aufregung mehr Wert. Da gibt es nirgends eine komplette Information über die gesamte Sperrung und Personal an den "neuralgischen" Punkten zur Betreuung der Fahrgäste scheint nicht notwendig. Auch an die sich widersprechende Zielbeschilderung von Bahnsteig und Zug hat sich der regelmäßige Fahrgast schon lange gewöhnt. Großformatige Hingucker an den Bahsteigzugängen - ebenfalls Fehlanzeige. Am Bahnhof Zoo ist ein Aufzug seit Tagen defekt, eine elektronische Hinweistafel gleichermaßen. Der Hinweis "... bitte informieren Sie sich rechtzeitig!" mag zwar die bequemste Variante der Fahrgastinformation sein, ausreichend ist sie keinesfalls.

Was aber bis zum Ende der geplanten Stadtbahn-Bauarbeiten am 20.10.2013 dramatischer ist, sind die regelmäßigen Verspätungen der Linie RE 1 (Magdeburg - Brandenburg (Havel) - Berlin - Frankfurt (Oder) von mindestes 10 Minuten. Fast jeder Zug hat Verspätung und damit wird der Anschluss für viele tausend Pendler, die zu "ihrem" RE 1-Regionalbahnhof mit dem Linienbus oder der Straßenbahn fahren, zu einem unkalkulierbaren Risiko. Ob die Straßenbahn in Brandenburg (Havel) nach Hohenstücken wartet? Der Bus nach Lehnin, der ab Groß Kreutz fährt, ist sicherlich schon abgefahren wie in Füstenwalde der Anschlussbus nach Beeskow. Wer ständig wegen eines verpassten Anschlusses bis zu einer Stunde auf den nächsten Bus- und Straßenbahnanschluss warten muss, zieht daraus die Konsequenzen und fährt lieber frühmorgens mit seinem Auto zum Bahnhof. Da macht es dann weniger aus, ob der RE nun 10 oder 15 Minuten Verspätung hat. Das Nachsehen haben die kommunalen Verkehrsunternehmen.

Der DBV erwartet von der DB Netz AG, in Zukunft bei Baustellenfahrplänen auf die Zuverlässigkeit des Fahrplans zu achten. Alle Beteiligten sollten sich daran denken, dass die Fahrgäste mit Zahlung ihres Fahrpreises auch ein zuverlässiges Zugangebot erwarten können. An- un Abfahrtszeiten in den Fahrplänen dürfen nicht zu unverbindlichen Schätzungen werden. Was die Fahrgastinformation angeht, so können die Fahrgäste ebenfalls zu recht erwarten, dass sie umfassend und ausreichend informiert werden.

Fahrschein für Sonnabends: das "Samstags-Ticket"

(10.10.2013) Das neue Angebot der DB gilt vom 19.10. bis 11.12.2013 für eine Hin- und Rückfahrt an einem Sonnabend zum Pauschalpreis von 49 Euro in der 2. Klasse. Mitfahrer zahlen je 10 Euro.

Die genauen Konditionen enthält die Pressemitteilung der DB AG.

Pro Station 3 Euro

(10.10.2013) Leicht merkbar und einfach - so sollten Fahrpreise sein. Beim Hamburg-Köln-Express gibt es jetzt ein solches System im Ruhrgebiet.

Pro Station kostet die Fahrt 3 Euro zwischen Gelsenkirchen und Köln. Von Essen Hbf nach Düsseldorf sind es 2 Stationen (nämnlich Duisburg und dann Düsseldorf). Die Fahrt kostet also 6 Euro. Informationen zum Rhein-Ruhr-Ticket finden sich auf den HKX-Internetseiten.

Auslastungszahlen im öffentlichen Verkehr: ein Vergleich, der hinkt

(8.10.2013) Das Statistische Bundesamt hat in einer Pressemitteilung die durchschnittlichen Platzauslastung im öffentlichen Verkehr errechnet. Demnach sind sie "nur" zu 22 Prozent ausgelastet. Diese theoretische Zahl suggeriert eine Unwirtrschaftlichkeit, die es so nicht gibt.

Man stelle sich auf einer Fahrt zwischen München und Hamburg vor, ein Fahrgast müsse einen Quadratmeter mit drei weiteren Personen teilen - denn vier Personen pro Quadratmeter sind der theoretische Stehplatzbedarf, mit dem offiziell gerechnet wird. Und dann müsste dieser Wert noch in ein Verhältnis mit dem Pkw gesetzt werden. Wieviel Platz beansprucht ein Auto bei einer Besetzung mit einer Person? Es ist alles relativ und nicht jede Zahlenspielerei taugt zur Weiterverwendung.

Kostenloser Internetzugang bei der Linzer Straßenbahn

(7.10.2013) Nach Informationen des ORF können in den Linzer Straßenbahn alle Fahrgäste ab sofort einen kostenlosen Internetzugang nutzen.

Werdauer Waldbahn: Herbstsonderfahrten am 12. und 13. Oktober 2013

Auf zur „letzten“ Fahrt?! - Einladung zu den Herbst-Draisinensonderfahrten am 12. und 13. Oktober 2013

Der Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List“ e.V. verabschiedet sich mit diesem Herbst-Draisinensonderfahrtenprogramm auf der Werdauer Waldbahn im Jahr 2013. Damit dies nicht die letzten Fahrten sind, bleibt die Hoffnung, dass diese Bahnstrecke vor einem Abriss bewahrt und für mehr Bahn im Land erhalten werden kann! Hierzu wurde Mitte September 2013 auch eine Genossenschaft, die Werdauer Waldbahn eG i.G. in Trünzig gegründet, wo auch der Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List“ e.V. neben weiteren Vertretern Gründungsmitglied ist. In diesen Zusammenhang laufen Bemühungen um die Strecke Werdau-West – Wünschendorf/Elster zu erwerben. Interessenten die das Anliegen - den Erhalt der Werdauer Waldbahn - unterstützen möchten, haben die Möglichkeit sich auch in der Genossenschaft einzubringen. Informationen können unter der e-mail-adresse angefordert werden.

Zum Einsatz gelangt die historische Handhebeldraisine des Thüringer Eisenbahnverein (TEV) Weimar, die durch den Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List“ e.V. seit 2007 betreut wird und zu einen Aushängeschild bei den beliebten Ausflugsverkehren auf der stillgelegten Eisenbahnstrecke Werdau – Wünschendorf / Elster geworden ist. Gefahren wird auf dem Streckenabschnitt Langenbernsdorf und Teichwolframsdorf. Die Fahrten starten ab Langenbernsdorf 10:00 Uhr, 11:00 Uhr, 13:00 Uhr, 14:00 Uhr, 15:00 Uhr, 16:00 Uhr, 17:00 Uhr und am Samstag den 12. Oktober 2013 nochmals um 18:00 Uhr. Die Abfahrtszeiten ab Teichwolframsdorf in Richtung Langenbernsdorf sind um 10:30 Uhr, 11:30 Uhr, 13:30 Uhr, 14:30 Uhr, 15:30 Uhr, 16:30 Uhr, 17:30 Uhr und am Samstag den 12. Oktober 2013 nochmals um 18:30 Uhr. Eine Fahrt kostet 3,- €, Ermäßigt 1,50 €, die Hin- und Rückfahrt kostet 6,- €, Ermäßigt 3,- €. Voranmeldungen sind ratsam und können über die e-mail-adresse oder telefonisch unter 0173 4339778 bis Freitag den 11. Oktober 2013 getätigt werden. Für die Fahrten ist angemessene und wetterfeste Bekleidung angebracht. Betrieblich oder wetterbedingt können die Fahrten kurzfristig entfallen. In Langenbernsdorf wird der Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List“ e.V., die BSW Freizeitgruppe „Eisenbahntradition Zwickau“ sowie der Verein Geraer Eisenbahnwelten e.V., mit Informations-ständen vertreten sein. Der Fahrplan und weitere Informationen sind unter www.efwo-friedrich-list.info abrufbar.

DBV Berlin-Brandenburg: Kein Tourismusverkehr auf der Schiene zwischen Joachimsthal und Templin
Rechnet Brandenburgs Verkehrsminister die Kosten für einen Testbetrieb absichtlich zu hoch?

(7.10.2013) Es ist bedauerlich, wie mit nicht nachvollziehbaren Äußerungen Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) immer wieder auf sich aufmerksam macht. Die Bestellung von Tourismusverkehren auf dem knapp 28 Kilometer langen Schienenstück zwischen Joachimsthal (Landkreis Barnim) und Templin (Landkreis Uckermark) soll angeblich "einen Millionenbetrag" kosten. Wie hoch wäre dieser Betrag konkret? Wie setzt er sich zusammen? Auf diese Fragen gibt es von ihm keine Antwort. Vogelsänger hätte auch sagen können, dass er an einer solchen Bestellung kein Interesse hat und sich jede weitere Nachfrage verbittet.

Der DBV hat nachgerechnet und käme auf maximal 247.000 € Kosten brutto für einen Probebetrieb im nächsten Jahr von Anfang April bis Ende August zwischen Joachimsthal und Templin mit Halten auf den bisherigen Stationen Friedrichswalde, Ringenwalde, Götschendorf, Milmersdorf, Ahrensdorf, Templin Vorstadt. Von einem Millionenbetrag mit einem Stundentakt jeden Tag von morgens bis abends kann überhaupt keine Rede sein.

Dabei hätte es gerade dieser Streckenabschnitt verdient, genauer betrachtet zu werden. Die Gleise zwischen Templin und Joachimsthal liegen noch, die Strecke ist in Betrieb - einige Male in der Woche fahren zwischen Milmersdorf und Joachimsthal Güterzüge. Aus touristischer Sicht ist die die Schorfheide und die Uckermark eine hochinteressante Region, weil es hier noch für den Ausflugs- und Fahrradtourismus unerschlossene Potentiale gibt. Im Gegensatz zu anderen Ausflugszielen sind Schorfheide und Uckermark noch nicht von Tagesausflüglern überlaufen. Zahlreiche Radwege führen parallel zur Strecke bzw. kreuzen sie. Ein Stundentakt im Sommer würde die Bemühungen vieler Tourismusbetriebe und der Kommunen unterstützen. Was läge näher, als diese wirtschaftsschwache Region gezielt durch eine Bestellung von Zugverbindungen in den Sommermonaten zu unterstützen? Es ist bedauerlich, wenn Vogelsänger reflexhaft immer nur mit dem Argument reagiert, es sei kein Geld da. Dieses Totschlagargument verhindert jede sachliche Diskussion.

Gerade die berlinfernen Regionen sind auf ein verlässliches Verkehrsangebot angewiesen, an dessen Finanzierung sich auch das Land Brandenburg beteiligen muss. Die Vergangenheit hat regelmäßig gezeigt, dass bei der Finanzierung von Busverkehren, die nach Abbestellungen eingerichtet wurden, die Kommunen alleine gelassen werden. So wird keine Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln gesichert, so wird der Trend zur Landflucht noch verstärkt. Die Einrichtung einer solchen Bahnverbindung in der Sommersaison wäre eine nachhaltige Möglichkeit, die Schorfheide und die Uckermark für den Tourismus zu erschließen.

Es bleibt zu hoffen, dass die Kommunen gemeinsam mit ihren Tourismusanbietern und den örtlichen Kammervertretern nicht aufgeben.

Europäischer Gerichtshof zum Erstattungsanspruch

(28.9.2013) Für alle, die sich mit dem tatsächlichen Verfahren beschäftigen wollen, hier der Link zum Verfahren beim Europäischen Gerichtshof

DBV-Landesverband Berlin-Brandenburg begrüßt Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur finanziellen Entschädigung bei Verspätungen - Gleichbehandlung mit anderen Verkehrsmitteln steht jedoch aus

(27.9.2013) Was hat der Eisenbahnfahrplan heute mit der Wirklichkeit zu tun? Kaum noch etwas. Insbesondere im Fernverkehr sind Verspätungen von mehr als 6 Minuten üblich und fast die Regel. Gestern, am 26.9.2013 um 12 Uhr, betrug die Pünktlichkeit im Fernverkehr beispielsweise nur 57 % (Quelle: Zugmonitor der Süddeutschen Zeitung). Deshalb begrüßt der DBV-Landesverband Berlin-Brandenburg das Urteil als Schritt zu mehr Ehrlichkeit. Denn, so die lange Forderung des Landesverbandes: der gezahlte Fahrpreis muss in einem Zusammenhang mit der erbrachten Leistung (wozu auch die Zuverlässigkeit gehört) stehen. Wenn die Pünktlichkeit beispielsweise der Züge zwischen Berlin und Hamburg zwischen 70 und 55 Prozent liegt, dann ist diese Zugfahrt nicht 100 % des Fahrpreises wert, sondern auch nur 55 bis 70 Prozent. Gleiches gilt übrigens auch für den Nahverkehr.

Höhere Fahrpreise auf Grund der neuen Erstattungsregelungen erwartet der DBV-Landesverband nicht. Denn häufig sind Dritte für die Verspätungen verantwortlich (zum Beispiel durch Unfälle an Bahnübergängen). Die Aufwendungen für die Erstattungen werden dann sicherlich an die tatsächlichen Verursacher weitergereicht.

Was jedoch schnellstens gesetzlich verankert werden muss, sind identische Erstattungsregelungen im Fernbus-, Luft- und Schiffsverkehr. Erst dann gibt es eine tatsächliche Gleichbehandlung. Klagen von beispielsweise betroffenen Fernbus-Fahrgästen werden hier schnell für eine Angleichung sorgen. Hierfür setzt sich der Bundesverband des Deutschen Bahnkunden-Verbandes seit vielen Jahren ein.

 

Märkische Allgemeine Zeitung, 25.9.2013
Bahnkunden sauer über Bombensperrung

Die Entschärfung der Weltkriegsbombe und die Sprengung einer Granate am Dienstag waren am frühen Nachmittag beendet. Bei der Deutschen Bahn dauerte der Ausnahmezustand jedoch bis zum Abend – völlig unnötig, wie der Bahnkundenverband Berlin-Brandenburg nun erklärt.

Vorm Fahrkartenschalter abgespeist mit verschlossenen Türen und einem Schild: "Wegen Bombenentschärfung geschlossen". So erging es Pendlern am Dienstagabend im Hauptbahnhof, wie sie der MAZ berichteten. Das Gelände lag im Sperrkreis, doch der wurde schon um 13.38 Uhr durch den Sprengmeister und die Stadt wieder freigegeben. Für die Bahnmitarbeiter offenbar kein Grund, ihren Schalter wieder in Betrieb zu nehmen.

Dass Fahrgäste nach der Entschärfung des Blindgängers schlecht über den weiteren Bahnverkehr informiert wurden, kritisierte gestern der Landesverband Berlin-Brandenburg des Deutschen Bahnkunden-Verbands (DBV). An den Tagen vor der Evakuierung seien die Fahrgäste "geradezu vorbildlich auf die anstehenden Einschränkungen hingewiesen worden", wie der DBV-Landesvorsitzende Frank Böhnke mitteilte. "Aber am Abend gab es keine Laufschrift mit Informationen zu der Umleitung des RE1 über Spandau auf den Anzeigetafeln", sagte Böhnke. Sein nächster Kritikpunkt: unnötig lange Umleitungen. "Die Züge von DB Regio fuhren auch am Nachmittag und Abend noch so, als ob der Potsdamer Hauptbahnhof im Sperrkreis läge." Für Unverständnis sorgte, dass die Regionallinien nicht unmittelbar nach der Bombentschärfung wieder planmäßig fuhren ‒ so wie ab etwa 15 Uhr die S-Bahnen.

Die Deutsche Bahn wollte Nachfragen zu den langen Verzögerungen im Betriebsablauf am Dienstag und der Kundenbetreuung durch Mitarbeiter an den Schaltern gestern nur schriftlich beantworten. Damit müssten sich mehrere Mitarbeiter befassen, teilte eine Bahn-Sprecherin telefonisch mit. Die elektronische Antwort fiel dann sehr knapp aus: "Die Mitarbeiter im mobilen Service, der DB Information und im Ansagezentrum haben ab etwa 14 Uhr/ 14.15 Uhr ihren Dienst am Potsdamer Hbf wieder aufgenommen. Ab diesem Zeitpunkt wurden unter anderem auch wieder Lautsprecherdurchsagen getätigt", schrieb Gisbert Gahler vom DB-Regionalbüro Kommunikation Berlin.

Von Michaela Grimm

Allianz Pro Schiene veröffentlicht Fahrplan Zukunft

/27.9.2013) Güter von der Straße auf die Schiene, auskömmliche Finanzierung der Infrastruktur. Beide Stichpunkte sind seit langem gehört und werden von allen unterstützt. Jetzt hat die Allianz Pro Schiene, der auch der Deutsche Bahnkunden-Verband angehört, einen "Fahrplan Zukunft" vorgelegt, indem die Bahnbranche ihre Forderungen an die neue Bundesregierung formuliert.

Bombenentschärftung am 24.9.2013 in Potsdam: Umleiterverkehre den ganzen Tag lang waren nicht notwendig
DBV kritisiert Umleiterverkehre und schlechte Fahrgastinformation

(25.9.2013) Am 24.9.2013 wurden im Potsdamer Stadtgebiet eine Fliegerbombe und eine Granate in der Potsdamer Innenstadt durch den Kampfmittelräumdienst unschädlich gemacht. Dazu wurde unter anderem auch der Eisenbahnverkehr weiträumig umgeleitet. Der DBV kritisiert, dass nicht unmittelbar nach der Bombentschärfung zum Normalbetrieb zurückgekehrt wurde und noch bis in den Abend die Regionalzüge über Spandau umgeleitet wurden.
Um 13.38 Uhr war alles vorbei - zumindest die Bombenentschärfung war erfolgreich abgeschlossen. Ab etwa 15 Uhr wurde auch der S-Bahn-Verkehr zwischen Babelsberg und Potsdam Hbf wieder aufgenommen. Es kehrte langsam Normalität ein, nachdem frühmorgens noch die RE- und RB-Züge ohne Halt durch den menschenleeren Potsdamer Hauptbahnhof fuhren. Nur die Züge von DB Regio fuhren auch am Nachmittag und Abend noch so, als ob der Potsdamer Hauptbahnhof im Sperrkreis läge. Der DBV kritisiert, dass nach Freigabe des Potsdamer Hauptbahnhofs die RE 1-Züge nicht ihren üblichen Weg über Wannsee und Potsdam genommen haben, sondern weiterhin den Umweg über Spandau fuhren.
Auch die Fahrgastinformation ließ am 24.9.2013 zu wünschen übrig. An den Tagen vorher waren die Fahrgäste - geradezu vorbildlich - auf die anstehenden Einschränkungen hingewiesen worden. Nur am Nachmittag des 24.9.2013, schon weit nach dem Ende der Sperrung, erfolgten offenbar nicht flächendeckend auf den Bahnsteigen und in den RE-Zügen Hinweise darauf, dass weiterhin über Spandau nach Werder gefahren wird.
Es wird sicherlich nicht die letzte Sperrung wegen eines Bombenfundes gewesen sein. Der DBV-Landesverband hofft, dass bei der nächsten Entschärfung zeitnah nach Aufhebung der Sperrung die Züge wieder ihren "normalen" Weg fahren.

Weniger ICx-Züge für die Deutsche Bahn

(20.9.013) Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, dass die Deutsche Bahn im Frühjahr 2013 den Rahmenvertrag mit Siemens über die Lieferung der neuen ICx-Fernverkehrszüge um 31 Einheiten gekürzt hat. Bei der vereinbarten Lieferung von 130 Zügen im Zeitraum 2017 bis 2020 werde sich nichts ändern.

VBB befürchtet Verkaufsstellen-Sterben in Berlin und Brandenburg
DBV empfiehlt, auch über neue Verkaufsstrukturen nachzudenken

(20.9.013) Heute äußerte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) in einer Pressemitteilung die Sorge, dass bei einer weiteren Kürzung der Provisionen beim Verkauf von Fahrscheinen für die Verkaufsagenturen ein massives Sterben dieser Verkaufsstellen drohe. Der DBV schließt sich der Kritik an, sieht jedoch auch die Chance, grundsätzlich über eine Neuordnung nachzudenken.
Das Bestreben der DB AG, den Fahrkartenverkauf im Reisebüro oder am Schalter durch den Internetverkauf und über mobile Endgeräte zu ersetzen, hält schon seit vielen Jahren an, denn sie spart sich dadurch die Provisionen. Dennoch freunden sich viele Fahrgäste nicht gerne mit den Automaten und teilweise komplizierten Menüführung an und warten lieber einige Minuten in einer Schlange vor einem Schalter. Für das Wirtschaftsunternehmen DB Vertrieb GmbH gelten rein finanzielle Überlegungen. Eine Daseinsvorsorge, wie sie im § 87 e Grundgesetz festgeschrieben ist, gilt für den Fahrkauf von Fahrkarten leider nicht.
Der DBV-Landesverband schlägt deshalb vor, dass der VBB selber den Fahrkartenverkauf in Berlin und Brandenburg übernimmt. Damit wäre gewährleistet, dass alle VBB-Produkte flächendeckend nach bestimmten Standards überall in Berlin und Brandenburg vertrieben werden. Ähnlich wie beim Fernbus würde sich auch in diesem Falle eine Kooperation mit Einzelhändlern oder Reisebüros anbieten. Der große Vorteil: man würde sich in puncto Fahrkartenverkauf nicht von einem Monopolisten abhängig machen.
Zumindest sollte darüber diskutiert werden.

DBV-Landesverband Berlin-Brandenburg:
Zugverspätungen im Regionalverkehr: DBV kritisiert das Schwarze-Peter-Spiel


(20.9.2013) In den vergangenen Monaten haben nach Meinung des DBV-Landesverbandes die Verspätungen im Regionalverkehr in Berlin und Brandenburg erheblich zugenommen. So sank die vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg ermittelte Pünktlichkeit (siehe: http://images.vbb.de/assets/downloads/file/15960.pdf) seit April 2013 kontinuierlich von 89,5 % auf 83,0 %. Der DBV kritisiert, dass es als Ergebnis der gestrigen Anhörung im Brandenburger Verkehrsausschuss kein greifbares Ergebnis für die Fahrgäste gab. Jeder schiebt offenbar die Schuld dem anderen zu, wobei es auf allen Linien, nicht nur dem RE 2, Probleme gibt!

Seit langer Zeit kritisiert der DBV-Landesverband viele Ursachen, die natürlich auch viele Väter und Mütter haben. An der Beseitigung der Probleme gemeinsam zu arbeiten müsste die Aufgabe aller Beteiligten sein:

1. Die Ausschreibungstexte sind nach wie vor so geheim wie Angelegenheiten der Staatsverteidigung. Was wird von den Bietern, die sich an den Ausschreibungen beteiligen, konkret erwartet? Eine Mitwirkung der Fahrgastverbände an dem Verfahren ist nicht erwünscht. Somit ist es uns verwehrt, bereits im Vorfeld auf Probleme (z. B. bei der Anzahl der vorgegebenen Sitz- und Fahrradstellplätze, den Türbreiten oder oder der Anpassung der Zuglängen bei gestiegener Nachfrage) hinzuweisen.

2. Die Linien sind für den Regionalverkehr viel zu lang und dadurch extrem verspätungsanfällig. Der RE 1 fährt von Frankfurt (Oder) nach Magdeburg 235 km, RE 2 fährt beispielsweise von Wismar nach Cottbus 364 km, der RE von Elsterwerda nach 360 km. Für solche langen Linienläufe müsste es viel mehr Ersatzzüge im Netz geben, die bei Ausfall oder großen Verspätungen eingesetzt werden.

3. Die Aufenthaltszeiten auf den Berliner Bahnhöfen sind zu knapp kalkuliert. Maximal 2 Minuten Aufenthaltszeit in Walddrehna (RE 3) mögen ausreichend sein, für den Berliner Hauptbahnhof sind die veranschlagten 3 Minuten im Berufsverkehr unrealistisch. Zumal die Haltezeiten auf den Bahnhöfen auch noch einen Puffer zum Ausgleich von Verspätungen bieten könnten. Mehr "Luft in den Fahrplan" ist eine alte Forderung des DBV.

4. Auch die Sperrung der Schnellfahrstrecke Hannover - Berlin hat ihren Anteil an den Verspätungen im Raum Berlin. Denn die wegen der Sperrung umgeleiteten Züge fahren jetzt teilweise im Minutenabstand zwischen den Regionalzügen auf der Berliner Stadtbahn und sorgen für weitere Verspätungen. Hier muss DB Netz kritisiert werden, weil die Pünktlichkeit der Regel kaum noch eine Rolle spielt.

5. Bisher war es bei neuen Zügen üblich, dass zwischen der Bestellung der Fahrzeuge und der Abnahme Zulassungsvorschriften geändert wurden. Dadurch kam (und kommt es noch) zu Problemen bei der Bereitstellung.

6. Offenbar sind die Sanktionsmöglichkeiten gegenüber den Verkehrsunternehmen bei Schlechtleistungen nicht ausreichend. Warum gibt es nicht mehr Ersatzfahrzeuge an verschiedenen Standorten? Warum gibt es, so wurde uns berichtet, in ganz Brandenburg nur an 2 Stellen die Möglichkeit der Toilettenentsorgung bestimmter Züge?

7. Alle Fahrgastprognosen sehen weitere Steigerungen bei den Nutzerzahlen, insbesondere in der Region Berlin, voraus. Leider wird hierauf nicht ausreichend reagiert. Stattdessen führt die Brandenburger Landesregierung eine Debatte um die Schließung kleinerer Bahnhöfe und will den Regionalverkehr in der Region Berlin zu einer Art Ersatz-S-Bahn machen, die alle 2 bis 3 Minuten hält. Und der Berliner Senat investiert lieber in Milliarden in Großprojekte in der Innenstadt (A 100-Tunnel oder S 21), als durch kleinere Maßnahmen (z. B. den forcierten Ausbau der Straßenbahn) viel mehr Wirkung zu erzielen.

Der DBV schlägt deshalb vor, dass sich die Parlamentarier der Länder Berlin und Brandenburg mit dem grundsätzlichen Problem der Unpünktlichkeit beschäftigen. Zufriedene Fahrgäste und einen verlässlichen Fahrplan erreicht man nicht dadurch, dass man den Schwarzen Peter im Kreis hin- und herschiebt.

Januar bis Juni 2013: 5,6 Milliarden Fahrgäste in Bahnen und Bussen

(19.9.2013) Fast 31 Millionen Fahrgäste in Bahnen und Bussen im 1. Halbjahr 2013. Dies bedeutet, dass im Vergleich zum 1. Halbjahr 2012 nochmals 0,5 % mehr Fahrgäste benutzten. Besonders überdurchschnittlich wuchs dabei die Nutzerzahl von Straßenbahnen mit + 0,9 %. Die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes finden Sie hier.

Berlin: Elektromobilität ist in der Bundeshauptstadt auf dem Rückzug
Bald keine Straßenbahn nach Rahnsdorf, Waldschänke mehr

(18.9.2013) Im Mai 2011 verabschiedete die Bundesregierung ihr Regierungsprogramm Elektromobilität - gespickt mit zahllosen finanziellen und gesetzgeberischen Anreizen für Autoindustrie, Händler und Autofahrer. Elektromobilität soll endlich auch in Deutschland ankommen. Nur schade, wenn gerade die Bundeshauptstadt eine zweifelhafte Rolle einzunehmen gedenkt. Denn es steht die Stilllegung einer Straßenbahnstrecke an - Elektromobilität ist in Berlin auf dem Rückzug.

Dank einer Privatinitiative (www.linie61.de) soll die Öffentlichkeit auf die drohende Einstellung hingewiesen werden. Der DBV unterstützt die Intitiative, bittet viele Fahrgäste um Unterstützung der Petition und fordert vor der Stilllegung eine differenzierte und ehrliche Diskussion.

Es geht um die anstehende Sanierung des östlichen, ca. 4,7 km langen Endastes der Straßenbahnlinie 61 vom S-Bahnhof Friedrichshagen über den Fürstenwalder Damm bis zum Ortseingang nach Wilhelmshagen. Die Strecke führt durch ein Trinkwasserschutzgebiet und wird laut BVG, die die Straßenbahn gerne durch einen Dieselbus ersetzen möchte, im Herbst und Winter an Werktagen von durchschnittlich 400 Fahrgästen benutzt, im Sommer seien es etwa 1.000. Wieviele Fahrgäste es an den Wochenenden sind, behält sie lieber für sich.

Mit den Einsparvorgaben des Berliner Finanzsenators bleibt der BVG wohl gar nicht anderes übrig, als den Abschnitt vom S-Bahnhof Bahnhof Friedrichshagen nach Rahnsdorf, Waldschänke schlecht zu reden und zu rechnen, um ihn loszuwerden. Dabei könnten schon heute kleine Maßnahmen die Attraktivität erhöhen. So fährt der Bus 161 nach Erkner planmäßig 4 Minuten vor dem Eintreffen der Straßenbahn ab. Ob ein Dieselbus auf der Straße besser zum Schutz des Trinkwassers geeignet ist, als eine Straßenbahn?

Der DBV hält die bevorstehende Stilllegung für das völlig falsche Zeichen. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer: "Das Thema Elektromobilität steht ganz oben auf unserer Agenda." Die Zeit in Berlin scheint stehengeblieben zu sein. Mit der Frontstadt-SPD war auch bis 1989 im ehemaligen West-Berlin keine Straßenbahn zu machen.

Schnellfahrstrecke Hannover - Berlin vsl. ab 4.11.2013 wieder befahrbar

(17.9.2013) Der DBV begrüßt die heutige Ankündigung, dass die Schnellfahrstrecke zwischen Rathenow und Stendal ab 4.11.2013 wieder durchgängig befahren werden kann. Damit entfallen die Umwegfahrten für die umgeleiteten ICE- und IC-Züge über Magdeburg.

Auch die Regionalfahrgäste dürften sich über die Ankündigung freuen. Denn damit wird der Fahrplan zwischen Brandenburg (Havel) und Berlin ein wenig verlässlicher. Die letzten Wochen haben nach Beobachtungen des DBV gezeigt, dass die ICE- und IC-Umleiterzüge über Magdeburg den Fahrplan des Regionalverkehrs völlig durcheinandergebracht haben - 5 und mehr Minuten Verspätung waren der Regelfall im Regionalverkehr.

Wenn die Schnellfahrstrecke wieder befahrbar ist, hat die DB AG auch sehr erfolgreich die Forderung des DBV "ausgesessen", für ihre Fernverkehrskunden im Sperrzeitraum die Züge zusätzlich im Bahnhof Zoolgischer Garten (Berlin) und Potsdam Hbf halten zu lassen. Nach Ansicht des DBV wäre damit eine Entlastung des Berliner Hauptbahnhofs erreicht worden und viele Verspätungen im RE- und RB-Verkehr auf der Berliner Stadtbahn hätten vermieden werden können. Mehrmals am Tag war zu beobachten, dass in Potsdam Hbf und im Bahnhof Zoo Regionalzüge auf die Überholung warten mussten und sich dadurch erst verspäteten. Gerade im Zulauf auf Berlin waren die ICE- und IC-Züge extrem unpünktlich - ein weiterer Aufenthalt hätte die daran kaum etwas geändert. So macht ein Blick auf die Internetseite www.zugfinder.de deutlich, wie unpünktlich die Züge über Magdeburg in den vergangenen 50 Tagen waren: von 16 betrachteten Linien erreichten 12 ICE- und IC-Linien eine Pünktlichkeit von schlechter als durchschnittlich 80 % - nur 4 lagen über 80 %. Auch hätte sich der DBV etwas mehr Engagement seitens der Stadt Potsdam gewünscht.

Autoabsatz in Deutschland weiter auf Talfahrt

(11.9.2013) Von Januar bis August 2013 sind nur 1.969.820 Neufahrzeuge auf bundesdeutschen Straßen zugelassen worden. Das sind laut einer Pressemitteilung des Kraftfahrt-Bundesamtes - 6,6 % im Vergleich zum Vorjahr.

DBV-Regionalverband Potsdam-Mittelmark fordert bessere Nachtverbindungen Potsdam - Berlin

(9.9.2013) Ein verbessertes Nachtangebot zwischen Berlin und Potsdam ist seit Jahren ein der zentralen Forderungen unseres Verbandes. Aus unserer Sicht sollte eine Umsetzung schleunigst erfolgen! Wir gehen davon aus, dass die Erfordernis dieser Verbindung durch eine ausreichende Nachfrage untersetzt ist, die jedoch gegenwärtig nicht vom ÖPNV angemessen abgerufen wird.

Seit Jahren haben sich Arbeitszeiten flexibilisiert. Heute sind es nicht nur Krankenschwestern und Wachschützer, die bis in die Nacht ihren Dienst wahrnehmen, sondern auch der z.B. ganz gewöhnliche Verkäufer, der bis 1 Uhr nachts arbeitet. Hinzu kommt ein verändertes Freizeitverhalten der Menschen auch unter der Woche. Und denken wir an die ganzen Deutschland-Pendler, die mangels Fernverkehrshalt in Potsdam statt dessen in Berlin Hauptbahnhof stranden. Es ist unrealistisch zu denken, dass sich jemand dieser Leute nochmal zweieinhalb Stunden in den Nachtbus setzt. Wer kann, weicht deshalb auf den eigenen Pkw oder das Taxi aus. Eine direkte Nachtbusverbindung abgehend vom Berliner Hauptbahnhof ist deswegen dringend von Nöten.
Ferner weisen wir darauf hin, dass diese neue Verbindung nicht zwingend durch die S-Bahn oder den RegionalExpress bereitgestellt werden muss. Ein nächtlicher Express-Bus würde als Vorläuferverkehr dem ganzen genüge tun. Eine Möglichkeit zur Finanzierung wäre, dass der Bus zunächst durch den VBB als "straßengebundener RE" bestellt wird.

Verkehrsverbund Luzern weitet Angebot aus

(6.9.2013) 40 % mehr Fahrgäste bis 2030 erwartet der Verkehrsverbund Luzern (VVL) in der Schweiz. Deshalb wird in Schritten bereits ab Dezember 2013 das bestehende Angebot spürbar ausgeweitet und verbessert. Neue Vorrangschaltungen, neue Linien und Taktverdichtungen sowie die Optimierung von Umsteigemöglichkeiten sind geplant. Interessant auch der Hinweise - im Gegensatz zu deutschen Verhältnissen -, dass die Mehrkosten zum Teil durch das Mehr an Fahrgästen aufgefangen kann.  Mehr Infos auf www.vvl.ch

"Reden Sie mal mit dem Bahn-Chef ..."

(3.9.2013) ...unter diesem Motto steht der diesjährige Bahnkunden-Sprechtag des Deutschen Bahnkunden-Verbands (DBV) anläßlich der 30. Deutschen Schienenverkehrs-Wochen.  Eine Besonderheit der diesjährigen Jubiläumswochen ist, dass der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, den Bahnkunden-Sprechtag persönlich abhalten wird. Mit dem Vortrag “Die DB AG – aktuelle Herausforderungen und Perspektiven” wird er den Sprechtag einleiten und sich danach in den Dialog mit seinen Kunden begeben.
Der Bahnkunden-Sprechtag ist Jedermann zugänglich und findet am Montag, den 9. September 2013 um 18.30 Uhr im Berliner Hauptbahnhof (Europaplatz 1 – “Casino” im Bügelbau/Nord-West-Eingang) statt. Aus Platzgründen ist jedoch eine Anmeldung über unser Fahrgastzentrum Berlin, Mo - Fr 13 - 19 Uhr, Telefon. 0 30 / 78 70 55 11 oder
erforderlich.

Leben in vollen Zügen

(Berliner Zeitung, 1.9.2013)

Die Region Berlin boomt, doch der Regionalverkehr hält nicht immer Schritt. Ein Beispiel: Auf der Regionalexpresslinie RE 2, die seit 2012 von der Ostdeutschen Eisenbahn betrieben wird, sind nach wie vor nur Vier-Wagen-Züge unterwegs.

Eigentlich können sich alle Beteiligten freuen. Die Fahrgastzahlen steigen, immer mehr Menschen nutzen die Regionalzüge in Berlin und Brandenburg. Doch die Züge sind dem Andrang immer öfter nicht gewachsen, berichten Fahrgäste. Zwar sind für viele Strecken Verkehrsverträge neu vergeben worden, doch die Kapazität wurde nicht oder nicht wesentlich ausgeweitet und sogar reduziert. „Wir haben deutlich mehr Fahrgäste als zu der Zeit, in der die Wettbewerbsverfahren liefen“, gestand Hans-Werner Franz vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) ein.

Nahverkehr

Der Nahverkehr in Berlin und Brandenburg verzeichnet eine steigende Nachfrage. 2011 wurden Busse und Bahnen für 1,282 Milliarden Fahrten genutzt, im vergangenen Jahr für 1,293 Milliarden Fahrten. Für dieses Jahr rechnet der VBB mit 1,3 Milliarden Fahrten.

Die Region boomt, aber der Regionalverkehr hält damit nicht immer Schritt. Ein Beispiel: Auf der Regionalexpresslinie RE 2, die seit 2012 von der Ostdeutschen Eisenbahn betrieben wird, sind nach wie vor nur Vier-Wagen-Züge unterwegs. So gibt es der Vertrag vor. Die Strecke führt von Wismar über Berlin nach Cottbus. „Die Kapazität der Züge reicht nicht immer aus“, klagt Stephan Loge (SPD), Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald.

Nicht nur im Berufsverkehr sind die Züge oft voll, sondern auch vormittags, wenn Berliner mit Seniorentickets in den Spreewald aufbrechen oder sonntags, wenn Wochenendpendler und Ausflügler die Wagen stürmen. Erschwerend kommt hinzu, dass die ODEG neue Doppelstock-Fahrzeuge einsetzt, die weniger Platz für Fahrräder haben.

Zwei andere Beispiele sind die Linie RE 7 von Wünsdorf-Waldstadt über Berlin nach Dessau sowie die RB 14, die von Schönefeld über Berlin nach Nauen führt. Auch hier haben moderne, klimatisierte Züge die bisherigen Wagen abgelöst. Doch hier wurde die Kapazität nicht nur nicht erweitert, sondern oft sogar eingeschränkt. Zu verkehrsstarken Zeiten werden 467 Plätze angeboten, einer mehr als vorher. In den übrigen Zeiten stehen 300 Sitze zur Verfügung, 166 weniger als bisher.

Das ist nicht nur in Schönefeld zu spüren, wenn Fluggäste in die Züge drängen. Auch die Grundschule Dabendorf musste erfahren, dass die Kapazität knapp ist, berichtete Frank Böhnke vom Deutschen Bahnkunden-Verband. „Eigentlich hätten alle jubeln müssen: Die Schule, die für 160 Schülerinnen und Schüler einen Ausflug in den Berliner Zoo plante, wählte als Transportmittel die Eisenbahn.“ Doch die Leiterin bekam von DB Regio eine Absage, der gewünschte Zug könne maximal 70 Schüler mitnehmen. „Darum musste die Schule auf Busse ausweichen“, so Böhnke. Mehrkosten: rund tausend Euro. „Wer DB Regio tadelt, trifft den Falschen. Die Zuglängen werden vom VBB bei den Ausschreibungen für die Regionalinien vorgeschrieben.“

Zwar wurden auf manchen Strecken die Kapazitäten erhöht. Doch die Liste, die Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) dem CDU-Abgeordneten Rainer Genilke gesandt hat, führt vor allem Reduzierungen auf. Auch auf den Linien RE 11 (22 Prozent) und der RB 21 (28 Prozent).

Weil schon im Normalbetrieb der Platz oft nicht reicht, lassen besondere Anlässe den Betrieb kollabieren. „Tumult, völlige Überbelegung, überlastete Toiletten, Scherben, Chaos. Hunderte Jugendliche wollen in der Triebwagen nach Stettin“, berichtete Andreas Schwarze, Vize-Bürgermeister von Tantow in der Uckermark, der am 23. August nach Hause reisen wollte. Rock-Fans, die zu einem Festival in Polen fuhren, brachten die freitags ohnehin vollen Züge zum Überlaufen. „Vom VBB wurden nach Diskussion und Rücksprache keine zusätzlichen Leistungen bestellt“, so ein Bahnsprecher.

Die Planer bemühen sich, das Angebot der Nachfrage anzupassen. Die Zugbetreiber, die zu einem Großteil vom Steuerzahler entgolten werden, sollen keine Luft durch die Gegend fahren. „Und wo es nötig ist, steuern wir nach“, sagte Bereichsleiter Hans Leister. Zum Dezember gibt es eine Direktverbindung zwischen dem Kreis LDS und Berlin, die den Regionalexpress entlastet. Dazu werden die Regionalbahnen aus Senftenberg, die heute in Schönefeld enden, über Südkreuz zum Hauptbahnhof verlängert. „Wenn es zusätzliche Fahrgäste gibt“, sagte VBB-Chef Franz, „muss man die Kapazität anpassen.“

Informationsoffensive der DB AG mit dem "Zugradar"?

(29.08.2013) Seit einigen Tagen gibt es bei der DB AG auf Grundlage der Google-Maps-Karten eine bildliche Echtzeitinformation: das "Zugradar". Für denjenigen, der mit dem Lesen von Fahrplänen (die auch in Echtzeit verfügbar sind) so seine Probleme hat, vielleicht eine Erleichterung. Oder doch nur eine Spielerei? Eine andere Art der Darstellung bietet die Süddeutsche Zeitung an - hier heißt die Informationsplattform Zugmonitor. Beim "Zugmonitor lässt sich der Fahrplan sogar aus der Vergangenheit heraus betrachten.

Doch leider ist die Darstellung eine reine DB-Veranstaltung. Züge, die von Nicht-DB-Unternehmen gefahren werden, fehlen bei beiden Auskunftsmöglichkeiten. Die Züge der Eurobahn zwischen Münster und Hamm fehlen dort wie der "Metronom" von Uelzen nach Göttingen oder der Harz-Elbe-Express.

Kostenlose Telefonauskunft beim Nordhessischen Verkehrsverbund NVV

(26.08.2013) 08 00 - 939 08 00 so lautet die Rufnummer des Infotelefons beim NVV, die täglich von 5 Uhr bis 22 Uhr und freitags und sonnabends bis 24 Uhr erreichbar ist. Jeder Anruf dort ist ab sofort kostenfrei. Ein schöner Service findet der DBV.

Will Verkehrsminister Vogelsänger wirklich eine Luxussanierung von schwach frequentierten Nebenstrecken?

DBV ist verwundert über die Äußerungen bei seinem Besuch in Kyritz

(23.08.2013, DBV-Landesverband Berlin-Brandenburg) Bandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) war zu Gast in der Hansestadt Kyritz (Landkreis Ostprignitz-Ruppin). Thema war unter anderem die Mobilität im ländlichen Raum. Der DBV ist verwundert und kritisiert seine Äußerungen zur Zukunft der Eisenbahnstrecken von Neustadt (Dosse) nach Pritzwalk, von Pritzwalk nach Meyenburg und von Pritzwalk nach Putlitz. Die Infrastruktur sei "unzeitgemäß" und eine Modernisierung würde 26 Millionen kosten. Die von Vogelsänger für notwendig erarchtete Sanierung ist überhaupt nicht notwendig und soll nur einem Zweck dienen: die Strecken schlecht zu rechnen.
Die in den vergangenen Jahren durchgeführte Luxussanierung der Strecke des Prignitz-Expresses von Spandau über Hennigsdorf kann und darf für ländliche Regionen kein Maßstab sein. Im Prignitz-Express ist viel Geld versenkt worden - als noch viel Geld vorhanden war. Dort, wo wenig Menschen wohnen, müssen andere Maßstäbe gelten. Wichtig die Sicherheit des Verkehrs und ein verlässliches Angebot. Ob ein Zug nun 120 km/h oder nur 70 km/h fährt, spielt auf wenigen Kilometern keine Rolle. Auch muss nicht jeder Feldweg und jede Ackerzufahrt mit einer Schranke gesichert werden. Solche Standards treiben nur die Kosten nach oben - mit dem Ergebnis, dass der Verkehr tatsächlich unwirtschaftlich ist. Was die berlinfernen Regionen brauchen, ist eine Sicherheit, dass bestehende Mobilitätsangebote Bestand haben und nicht jährlich komplett neu infrage gestellt werden. Gerade die nordwestlichen Brandenburger Landkreise haben sich in den vergangenen Jahren intensiv um den Erhalt der Schienenverbindungen bemüht. Die von Vogelsänger für die kommenden Jahre versprochene 1 Million an Geldern für Verkehrsbestellungen sind Peanuts im Landhaushalt und sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Zur Erinnerung: jeder Monat unfertiger Flughafen BER kostet den Steuerzahler einen unbestimmten Betrag zwischen 20 und 30 Millionen Euro.
Der Deutsche Bahnkunden-Verband hat vor einigen Jahren ein Modell entwickelt, dass Vorbild für solche Verkehre sein kann: das "Schmiedeberger Modell". In der Dübener Heide wird der Schienenverkehr durch das örtliche Busunternehmen durchgeführt. Die Vetter Bus GmbH sichert die Mobilität durch passende Angebote - mit dem Linienbus und dem Schienenbus - ab. Es gibt keine Konkurrenz zwischen dem Bus und dem Zug, Anschlüsse sind gesichert. Wenn das Verkehrsaufkommen geringer ist, wird ein Bus eingesetzt, die Spitzen zum Berufsverkehr und zu den Schulzeiten fängt der Zug ab.
Ändert sich die Brandenburger Verkehrspolitik nicht endlich, wird es in einigen Jahren außer den Regionalexpress-Linien überhaupt kein Schienenangebot mehr geben. Was ländliche Regionen brauchen, ist Planungssicherheit und die passenden Mobilitätskonzepte.

Halle bekommt mehr Straßenbahn

(17.08.2013) Nach 15 Jahren Bauzeit ist mit einem Kostenvolumen von 158 Millionen Euro die Straßenbahn-Verlängerung in Halle, vom Ortsteil Neustadt nach Büschdorf, fertig. 19 Kilometer Straßenbahn bedeuten einen erheblichen Qualitätssprung für den ÖPNV. Auch die zentrale Umsteigehaltestelle Riebeckplatz wurde umgestaltet. Weitere Informationen auf der Internetseite der Halleschen Straßenbahn.

Schulausflug der Grundschule Dabendorf: Keine zusätzlichen Kapazitäten für 160 Schulkinder
DBV-Landesverband sieht seine generelle Kritik an starren Zuglängen bestätigt

16.08.2013, DBV-Landesverband Berlin-Brandenburg

Ob spontan im Regionalexpress an die Ostsee oder ein geplanter und angemeldeter Ausflug mit 160 Schülern nach Berlin. Die Platzkapazitäten reichen kaum aus, um zumindest in der Region Berlin der Nachfrage gerecht zu werden. Der DBV-Landesverband fordert deshalb seit langem, bei voraussehbarer hoher Nachfrage die Züge zu verlängern und Bahnsteige nicht zu verkürzen. Der DBV sieht seine grundsätzliche Kritik an der mangelnden Flexibilität bestätigt.
Eigentlich müssten alle jubeln. Die Grundschule Dabendorf plant für 160 Schüler einen Ausflug in den Berliner Zoo und wählt als Transportmittel die Eisenbahn. Welche bessere Möglichkeit gäbe es, die Jüngsten an die öffentlichen Verkehrsmittel heranzuführen und vielleicht über die Kinder auch deren Eltern zu überzeugen? Die Schulleiterin meldet die Fahrt an und bekommt von DB Regio eine Absage. Maximal 70 Schüler könne man im gewünschten Zug mitnehmen. Deshalb wird der Ausflug nun mindestens 1.000 € teurer, weil zusätzliche Busse bestellt werden müssen.
Wer jetzt DB Regio als Verkehrsunternehmen tadelt und der Unfähigkeit bezichtigt, trifft den Falschen. Die Zuglängen werden vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg in den Ausschreibungen für die entsprechenden Linien vorgegeben. Und leider enthalten wohl diese Ausschreibungen keine Regelungen für die Vorhaltung von Reserven. Diese mangelnde Regelung wird vom DBV Berlin-Brandenburg seit langer Zeit kritisiert und hat bisher leider zu keiner Änderung geführt. Deshalb herrscht in den Sommermonaten in vielen Regionalzügen das Recht des Stärkeren und häufig reines Chaos. Hiervon betroffen sind ganz besonders die Linien RE 3 und RE 5 an die Ostsee.
Der DBV-Landesverband wiederholt deshalb seine Forderung, dass durch das Beistellen von weiteren Wagen zu bestimmten Zeiten flexibler auf die Nachfrage reagiert werden muss. Für solche Fälle müssen in Zukunft in den Ausschreibungen entsprechende Reserven berücksichtigt werden.

DBV-Bundesverband und Landesverband Rheinland-Pfalz, Saarland sehen in erster Linie die Verantwortung für die Personalprobleme beim Eigentümer der DB AG - dem Bund

(16.08.2013) Am 19. August 2013 ist in Rheinland-Pfalz der erste Schultag im neuen Schuljahr. Dann werden wieder rund 60.000 Fahrgäste hier täglich ein- und aussteigen. Im Moment und voraussichtlich noch weitere Wochen werden die Einschränkungen im Zugverkehr wegen der fehlenden Personale im Mainzer Stellwerk jedoch zu spüren sein. Die Probleme haben sich bereits frühzeitig angekündigt: der Zugbetrieb im Mainzer Hauptbahnhof musste seit einiger Zeit kurz vor den Pausenwechselzeiten eingeschränkt werden, weil nicht genügend Personal zur Verfügung stand.

An der heutigen Krisensitzung mit der Rheinland-Pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Verkehrsminister Roger Lewentz nahm auch Wolfgang Klapdor, Vizepräsident des DBV-Bundesverbandes und Landesvorsitzender des DBV, teil.

Für Klapdor ist es selbstverständlich, dass es in dieser chaotischen Situation kein Ausspielen der Mitarbeiter gegen die betroffenen Kunden geben darf. "Die hier zutage getretenen Personalprobleme machen deutlich", so Klapdor, "dass die Trennung von Netz und Betrieb unumgänglich ist. Die Schieneninfrastruktur kann nicht wie ein Wirtschaftsbetrieb mit maximalen Gewinnmargen bei niedrigstem Personalbestand vorgehalten werden. Der Rückzug der Bundesregierug aus der Verantwortung für die Schieneninfrastruktur muss endlich ein Ende haben. Ansonsten wird sich die Situation, wie wir sie jetzt in Mainz erleben, noch häufig irgendwo anders wiederholen."

Die neue Bundesregierung muss nach der kommenden Wahl ihre Rolle gegenüber der DB AG neu definieren, denn ein "Börsengang" der Infrastuktursparte schließt das Grundgesetz aus.

Auch konstatiert der DBV, dass das subjektive Sicherheitsempfinden auf Grund der Vorfälle in Mainz leidet. Ist die Eisenbahn noch ein sicheres Verkehrsmittel? Hier muss an der Wiederherstellung des positiven Images gearbeitet werden!

Als kurzfristige Maßnahmen fordert der DBV:

1) Verbesserungen bei den Busshuttles zu den Zügen des Fernverkehrs, die Mainz im Moment nicht anfahren. In den Abend- und Nachtstunden einen kostenlosen Taxishuttle zu den Fernzügen.

2) Ein besonderer Augenmerk ist bei den Ersatzmaßnahmen auf mobilitätseingeschränkte und ältere Fahrgäste zu legen. Können die eingesetzten Busse Rollstühle und Kinderwagen befördern? Steht genügend Personal zur Unterstützung, Hilfestellung und Information zu Verfügung?

3) Eine angemessene Entschädigungsregelung für die Nahverkehrskunden nach Ende der Einschränkungen.


Ausbau der Bahnstrecke München - Mühldorf - Freilassing

(11.8.2013, Aktion Münchener Fahrgäste, Mitgliedsverband im DBV)
Ausbau der Bahnstrecke München - Mühldorf - Freilassing
Der Ausbau der Bahnstrecke München - Mühldorf - Freilassing (ABS 38) ist seit Jahren ein Trauerspiel. Trotz vieler vollmundiger Versprechen geht nichts wirklich voran.
"Natürlich freuen wir uns, wenn jetzt wieder eine Untersuchung für die Bahnstrecke München - Mühldorf - Freilassing in Auftrag gegeben wird", sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. "Allerdings wünschen wir uns im Zeitalter der Elektromobilität eher Kilowatt als Pferdestärken." Damit reagiert der Fahrgastverband auf eine Äußerung von Staatsminister Martin Zeil, der sich über mehr PS für den Bahnausbau in Südostbayern freut.
Im Zusammenhang mit einer eingleisigen, unelektrifizierten Strecke von einer „Magistrale für Europa" zu sprechen ist schon besonders mutig. Traurig ist dabei, daß es nicht einmal mit einem Verkehrsminister aus Bayern gelingt, dieses wichtige Ausbauprojekt voran zu bringen. Wie vehement setzt sich doch die Bundesregierung für ein paar Minuten Zeitgewinn an Bahnknoten im Südwesten ein.
Für die Aktion Münchner Fahrgäste ist es wichtig, die Verbindungen von München aus auf der Schiene nachhaltig zu verbessern. Dies gilt nicht nur in Richtung Österreich, sondern natürlich auch in Richtung Schweiz oder Tschechien. Moderner Eisenbahnverkehr wird nun einmal mit elektrischer Traktion betrieben.

Noch weniger geht fast gar nicht. Deutschland erreicht bei den Pro Kopf-Investitionen ins Schienennetz den vorletzten Platz

(8.7.2013) Gerade jetzt im Wahlkampf, ist immer wieder zu hören, wie wichtig eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist. Die Fakten sprechen auch in diesem Jahr wieder eine andere Sprache. Verkehrsvermeidung und -verlagerung auf die Schiene finden statt ... aber nicht in Deutschland. Die Allianz Pro Schiene, der auch der Deutsche Bahnkunden-Verband angehört, hat es wieder veröffentlicht. Gerade einmal 51 € pro Kopf sind es an Investitionen in Deutschland - nur Spanien ist noch schlechter und kommt auf 38 €/Einwohner. Auch der Vergleich an Investitionskosten Straße/Schiene gereicht Deutschland nicht zum Vorteil. 100 €, dass in die Straßeninfrastruktur fließt, stehen gerade einmal 78 € in die Schiene gegenüber.


SPD ist gegen Regulierung im deutschen Eisenbahnverkehr

(5.7.2013) Die Ablehnung der SPD-geführten Bundesländer im Bundesrat bei der Verabschiedung des Regulierungsgesetzes thematisiert heute die Süddeutsche Zeitung in einem gut recherchierten Artikel.

Aktualisierung 16.00 Uhr: nun ist es amtlich. Der Bundesrat hat das Gesetz abgelehnt.


Gehören Probleme bei der Zulassung von Schienenfahrzeugen bald der Vergangenheit an?

(4.7.2013) Ende Juni 2013 wurde ein wichtiger Schritt auf dem Weg für eine unproblematische Zulassung von Eisenbahnfahrzeugen beschritten. Das "Memorandum of Understanding über die Neugestaltung von Zulas-sungsverfahren für Eisenbahnfahrzeuge" entschärfe den Flaschenhals bei der Neuzulassung so der Präsident des Verbandes der Bahnindustrie (VDB). Er erhofft sich durch die Möglichkeit, auch private Unternehmen mit dem Zulassungsverfahren zu betrauen, eine Beschleunigung des Verfahrens. Bisher war ausschließlich das Eisenbahnbundesamt zuständig. Die Pressemitteilung des VDB finden Sie hier.


Wolfsburg bekommt ein zusätzliches Zugpaar nach Hannover

(3.7.2013) Hochwasserbedingt ist die Schnellfahrstrecke bei Stendal mindestens noch bis Ende Juli 2013 komplett gesperrt. Dadurch fahren alle ICE- und IC-Züge, die bisher auf dem Weg von und nach Berlin in Wolfsburg gehalten haben, über Braunschweig und Magdeburg. Die Erreichbarkeit im Fernverkehr ist zum Problem geworden. Ab 8. Juni bekommt Wolfsburg eine provisorische ICE-Früh- und Abendverbindung nach Hannover. Unverständlich ist jedoch wieder, warum dieser Zug erst ab 25. Juni in den Auskunftssystemen enthalten sein wird.


Pkw-Neuzulassungen gehen weiter kontinuierlich zurück

(3.7.2013) Laut Kraftfahrtbundesamt sind im Vergleich Mai zu Juni 2013 4,7 % weniger Neuwagen zugelassen worden. Auch der Halbjahresvergleich 2012 zu 2013 ergibt einen Rückgang um 8,1 %. Die Besitzumschreibungen bei Gebrauchtwagen nahmen zu: um 2,5 % im Halbjahresvergleich.


Bundesverkehrsminister Ramsauer: Kämpfer gegen den Stau

(2.7.2013) Wie eine große deutsche Boulevardzeitung berichtet, geht Bundesverkehrsminsiter Dr. Peter Ramsauer (CSU) weiter gegen den Stau auf bundesdeutschen Autobahnen vor. Er spendiert zusätzliche 300 Millionen Euro. Seitenstreifen (die eigentlich der Sicherheit bei Störungen und Unfällen und dem schnellen Erreichen vn Unfallstellen für Rettungsdienste dienen) sollen als weitere Fahrspur freigegeben werden. Darüber hinaus wird in neue Telematiksysteme investiert, um die Information der Autofahrer zu verbessern. Von Verkehrswende und Verkehrsverlagerung keine Spur. Aber es ist ja auch Wahlkampfzeit, da machen sich solche Ankündigungen immer gut!


DB AG betreibt die S-Bahn Hamburg ab Januar 2018 weiter

(1.7.2013) Bis 2033 läuft die neue Beauftragung der S-Bahn Hamburg GmbH mit der Durchführung der Verkehrsleistungen der S-Bahn. Alle freuen sich: der Hamburger Senat und die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein, weil sie mit dem neuen Vertrag Geld sparen und Neufahrzeuge durch die DB AG angeschafft werden.  Und die DB AG, weil sie die Verkehre nicht verloren hat. Zur Pressemeldung der S-Bahn Hamburg hier.



Chef der Mülheimer Verkehrsgesellschaft (MVG) schlägt Alarm: Neue Bahnen in den nächsten 2 Jahren oder Verkehrseinstellung?

(28.6.2013) Macht die Modernisierung der Straßenbahn vor der nordrhein-westfälischen Stadt Mühlheim an der Ruhr einen großen Bogen? Das jedenfalls befürchtet der Klaus-Peter Wandelenus, Chef der MVG. 80 Prozent der Straßenbahnwagen sind zwischen 29 und 37 Jahre alt und müssen schnellstmöglich ersetzt werden. Die Instandhaltungskosten wären schon heute kaum zu schultern. Der Appell von Herrn Wandelenus an die Stadtpolitik lässt es an Deutlichkeit nicht mangeln: Wenn keine neuen Wagen angeschafft werden, sei in zwei Jahren Schluss mit dem Straßenbahnverkehr.


Monatsbericht April 2013 bringt es an den Tag: Hohe Zufriedenheit mit Bahn und Bus in Nürnberg und Fürth

(28.6.2013) Von 10.130 Personen, die 2011 befragt wurden, waren mit dem städtischen Nahverkehrsangebot in Nürnberg und Fürth 15 % sehr zufrieden und 48 % zufrieden. 46 % nutzten den Pkw für Fahrten zu Arbeit und Ausbildung, Einkäufen und Besorgungen. Der Nahverkehr folgt immerhin an zweiter Stelle (32 % bzw. 17 %). Besonders oft werden U-Bahn, Straßenbahn und Bus - zu 55 % - genutzt, wenn Wege innerhalb des Stadtzentrums zurückzulegen sind. Der Monatsbericht ist im Internet aufzubar.


BAG-SPNV: Verkehrswende braucht Wettbewerb im Schienenverkehr

(27.6.2013) Die BAG-SPNV, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr, hat ihren Marktreport vorgestellt. Demnach ist beispielsweise die Zahl der Bieter in den Ausschreibungsverfahren im Vergleich 2004 bis 2006 von 3,6 auf 2,5 im Zeitraum 2010 bis 2012 zurückgegangen. Eine besondere Bedeutung kommt inzwischen den Fahrzeugfinanzierungsmodellen zu - der Besteller finanziert Fahrzeuge und verleiht sie für den Zeitraum des Verkehrsvertzrages an den Ausschreibungsgewinner.


Bahnkunden-Verband gratuliert der Allianz Pro Schiene zum neuen Mitglied

(27.6.2013) Wie die Allianz Pro Schiene mitteilt, ist der Bundesverband CarSharing dem Bündnis beigetreten. Der DBV-Bundesverband gratuliert der Allianz, der auch der DBV angehört, zu diesem strategisch wichtigen Partner.


Autoland Deutschland: Bundesregierung scheitert mit der Durchsetzung laxer Klimavorgaben in der EU

(25.6.2013) In Trippelschrittchen sollen in der EU auch die Autos ein wenig umwetlfreundlicher werden. Bei der Verabschiedung spielt die deutsche Bundesregierung eine traurige Rolle, sieht sie sich doch als Lobby der Autoindustrie. So hat sich der EU-Umweltausschuss aktuell auf neue Grenzwerte für den CO2-Ausstoß geeinigt. Er soll von 2015 auf 2020 von heute 130 Gramm auch 95 Gramm Durchschnitt sinken. Das EU-Parlament hatte 68 Gramm (heute) auf 78 Gramm (2025) gefordert. Auch auf Druck Deutschlands wurde dieses ehrgeizige Ziel fallengelassen, Elektroautos erhalten eine Art Rabatt und natürlich soll es wieder mehr Geld für die Autoindustrie für die Entwicklung der Elektroautos geben.


DB AG baut ihr Fernbusangebot weiter aus

(21.6.2013) Nach Angaben der DB AG sollen in diesem Jahr zwei weitere Fernbuslinien eingerichtet werden: von Mannheim nach Nürnberg und München - Zürich. Der DBV wiederholt in diesem Zusammenhang seine Forderung, dass auch Fernbusse selbstverständlich eine Trassengebühr - eine Maut nämlich - zahlen müssen oder die Trassenpreise bei der Eisenbahn abgeschafft werden müssen. Den dazu am 23. März 2013 verabschiedeten Wahlprüfstein finden Sie hier


Interimsfahrplan bringt mehr Zuverlässigkeit
Keine Halte am Bahnhof Zoologischer Garten und Potsdam Hbf - DB AG hält stoisch an alten Dogmen fest

(19.6.2013) Noch bis zum 19. Juli 2013 werden die Auswirkungen des Elbehochwassers auch im Fernverkehr von und nach Berlin spürbar sein. Die Schnellfahrstrecke Hannover - Berlin ist so von den Hochwasserauswirkungen in Mitleidenschaft gezogen, dass auf ihr der gültige Fahrplan nicht gefahren werden kann. Um zumindest eine größere Planungssicherheit herbeizuführen, gilt ab Freitag, dem 21. Juni 2013, ein sogenannter "Interimsfahrplan".
Der DBV begrüßt, dass es innerhalb weniger Tage gelungen scheint, den Fahrplan zuverlässiger und planbarer zu gestalten. Davon profitieren ganz besonders die Fahrgäste. Was jedoch völlig unverständlich ist, dass die DB AG den Fahrgästen aus den westlichen Bezirken die Fahrt entweder zum Ostbahnhof oder zum Berliner Hauptbahnhof zumutet, da der Halt in Spandau entfällt. Es gibt aus Sicht des DBV keinen nachvollziehbaren Grund, jetzt den Fahrgästen durch einen weiteren, zeitlich begrenzten Halt im Bahnhof Zoologischer Garten und in Potsdam Hbf die An- und Abreise zu erleichtern. Wenigstens in den frühen Morgen- und späten Abendstunden würden diese zusätzlichen Halte eine Entlastung des bereits stark frequentierten Haltes am Berliner Hauptbahnhof bedeuten. Der Hinweis auf die nochmalige Verlängerung der Fahrzeiten ist nach Meinung des DBV irrelevant, weil schon heute in der Praxis durch die faktische Konzentration der Ein- und Aussteiger im Fernverkehr auf den Berliner Hauptbahnhof hier bereits überlange Wartezeiten der Züge entstehen.
Viele Potsdamer empfinden es als Provokation, wenn in der Brandenburger Landeshauptstadt ICE-Züge ohne Halt durchfahren.
Der DBV hat kein Verständnis dafür, wenn die Fernverkehrszüge am Bahnhof Zoologischer Garten und in Potsdam Hbf durchfahren, obwohl es einen Bedarf für diese zusätzlichen Halte gibt und sie die Situation entspannen können. So müssen die Fahrgäste zu ihren Fernverkehrszügen erst zum Hauptbahnhof fahren.


Landesgartenschau Würzburg 2018: Keine Fertigstellung der "Hublandlinie"

(18.6.2013) Seit vielen Jahren wird in Würzburg über die Verlängerung der Straßenbahn in die Ortsteile Frauenland und Hubland diskutiert. Im Hubland soll 2018 die Landesgartenschau stattfinden. Die Bürgerbeteiligung läuft derzeit. Jetzt hat die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) mitgeteilt, dass die Einsprüche so umfangreich, dass der Zeitplan völlig durcheinandergerät. Ergebnis: der Inbetriebnahmetermin 2018 ist nicht zu halten. Informationen zum jetzigen Planungsstand finden sich auf den Internetseiten der WVV.



DBV Berlin-Brandenburg hält ADAC-Forderung nach mehr kostenlosen Parkplätzen innerhalb Berlins für illusorisch
Stattdessen sollte das Bahn- und Busangebot weiter ausgebaut werden


(17.6.2013) Es ist legitim, dass der ADAC mehr kostenlose Parkplätze in Berlin für Berufspendler fordert. Der DBV Berlin-Brandenburg hält diese Forderung für nicht umsetzbar. Woher sollen in der Metropolregion die Flächen für zusätzliche Parkplätze kommen? Der zur Verfügung stehende Platz ist begrenzt und teuer. Was ist wichtiger: Wohnungsbau, Grünflächen oder Parkplätze? Stattdessen hält der DBV Berlin-Brandenburg den forcierten Ausbau des öffentlichen Verkehrs für dringend notwendig, um die Mobilitätsbedürfnisse der Berliner und Brandenburger zu befriedrigen.

Der ADAC nennt die Zahl von 250.000 Autofahrern, die berufsbedingt zwischen Brandenburg und Berlin mit dem Pkw pendeln. Leider zeichnet sich die Berliner und Brandenburger Verkehrspolitik dadurch aus, dass sie nicht bereit ist, das Angebot der Nachfrage entsprechend zu verbessern und so eine Alternative zur Autonutzung zu schaffen. Der DBV bedauert, dass es gerade nicht das verkehrspolitische Ziel in Berlin und Brandenburg ist, diese Zahl spürbar zu reduzieren.

Der Ausbau der Straßenbahn in Berlin ist genauso vernachlässigt wie die Anbindung des Brandenburger Umlandes an Berlin im Regionalverkehr. Auch Brandenburg stellt sich stur, wenn es um die Verbesserung des bestehenden Angebotes nach Teltow, Oranienburg, Velten oder Falkensee geht. Stattdessen ist genug Geld für verkehrlich fragwürdige Prestigeobjekte im Überfluss vorhanden: der Flughafen BER kostet den Steuerzahler jeden Monat mindestens 20 Millionen Euro an Vorhaltungskosten ohne Betrieb, die Autobahnverlängerung A 100 kostet mit mit lächerlichen 3,2 Kilometer stolze 475 Millionen Euro.


ICE darf durch den Ärmelkanaltunnel fahren ... wegen fehlender Fahrzeuge aber nicht vor 2016

(17.6.2013) Die DB AG ist ihrer Planung, eine Direktverbindung Köln - Brüssel - London umsteigefrei anbieten zu können, einen wichtigen Schritt näher gekommen. Nach drei Jahren Prüfung durch die französische Sicherheitsbehörde könnte in einigen Monaten der Verkehr aufgenommen werden. Da der DB AG die notwendigen ICE-3-Züge fehlen, wird dies jedoch noch weitere Jahre dauern. Das neue Angebot soll zusätzliche 3 bis 4 Millionen anlocken.


Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) kauft über das Fahrzeugfinanzierungsmodell Züge für das zukünftige Niederrhein-Netz

(14.6.2013) Mit zur Ausschreibung des sog. Niederrheinnetzes gehören neben den VRR-Regionalbahnlinien 33 und 35 auch ab Dezember 2016 eine völlig neue Verbindung von Düsseldorf nach Arnheim (Niederlande). Den Zuschlag hat die Firma Abellio Rail NRW GmbH erhalten. Die Bedienung des Netzes soll mit 20 Flirt-Zügen des Herstellers Stadler erfolgen. Die Anschaffung der benötigten Triebzüge erfolgt über das Fahrzeugfinanzierungsmodell. Dabei kauft der Gewinner der Ausschreibung die Züge und verkauft sie an den VRR weiter, der sie wiederum an den Ausschreibungsgewinner für die Laufzeit des Verkehrsvertrages verpachtet. Welche Erfahrungen der VRR mit diesem Finanzierungsmodell gemacht hat, kann auf der entsprechenden VRR-Seite nachgelesen werden.


Welche Kosten verursacht der Straßenverkehr - welchen Nutzen bringt er?

(12.6.2013) Es wird niemanden verwundern, wenn der ADAC feststellt, dass der Straßenverkehr mehr Nutzen erziele als dass er koste. In einer am 10.6.2013 vorgestellten Untersuchung kommt der ADAC zu diesem Schluss. Leider haben wir die Studie im Internet nicht gefunden. Sie wird jedoch sicherlich nicht anders aussehen, als eine ähnliche Untersuchung aus dem Jahr 2008. Was sofort auffällt: die umwelt- und sozialen Kosten werden nicht oder nur unzureichend berücksichtigt. Welche externen Kosten durch den Straßenverkehr verursacht werden, hat das Umweltbundesamt untersucht. Empfohlen seien die Studien "Externe Kosten kennen - Umwelt besser schützen" und "Pkw-Maut in Deutschland? Eine umwelt- und verkehrspolitische Bewertung".



S-Bahn von Homburg (Saar) nach Zweibrücken
DBV-Landesverband LV Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland unterstützt Online-Petition

(12.6.2013) Der Verein zur Förderung des Schienenverkehrs in und um Zweibrücken e. V. hat vor einigen Tagen eine Online-Petition mit der Forderung gestartet, einen S-Bahn-Verkehr von Homburg (Saar) nach Zweibrücken einzurichten. DFer DBV-Landesverband unterstützt diese Petition und bittet alle Leser der DBV-Seiten, die Petition mitzuzeichnen.


Weniger Unfälle, weniger Lärm ...?

Gibt es vielleicht noch eine preiswertere Möglichkeit, Unfälle in den Städten zu verhindern und gleichzeitig die Lärmbelastung zu senken? Zum Thema Tempo 30 in Städten und Dörfern sammelt eine europäische Bürgerinitiative Unterschriften. Schauen Sie mal rein - und wenn Sie überzeugt sind, unterstützen Sie die Initiative mit Ihrer Unterschrift:

Europäische Bürgerinitiative "30kmh – macht die Straßen lebenswert!"


Zunahme an Bahn- und Busfahrgästen europaweit

Das Schweizerische Bundesamt für Statistik (BFS) hat in seiner neuesten Erhebung festgestellt, dass auch in der Schweiz immer mehr Menschen mit Bahn und Bus fahren. Die Zahl derer, die als Berufspendler das Auto benutzen, ist von 58 auf 55 Prozent zurückgegangen. Täglich nutzten im Jahr 2011 1,1 Millionen Schweizer Bahn und Bus, im Jahr 2000 waren es nur 780.000.


Flughafen BER - Vorgezogene Inbetriebnahme ohne ausreichende ÖPNV-Anbindung? DBV kritisiert Diskussion um Eröffnung in vier Monaten

(29.5.2013) Wird die BER-Inbetriebnahme bald um ein weiteres Kapitel der Peinlichkeiten und des Versagens erweitert? Flughafenchef Hartmut Mehdorn scheint mit Hochdruck daran zu arbeiten - obwohl er es eigentlich besser wissen müsste. Der DBV-Landesverband befürchtet, dass bei einer Teileröffnung im Oktober die Erreichbarkeit mit Bahn und Bus noch nicht gegeben ist. Die Vorlaufzeit von vier Monaten ist dafür viel zu kurz!

Eine Eröffnung in Teilschritten stellt die Verkehrsunternehmen der Region und die Länder Berlin und Brandenburg vor Probleme, die eigentlich zuvor geklärt werden sollten. Welche Linien - egal ob Bus oder Bahn - sollen wann in welchen Takten den neuen Flughafen anfahren? Hierfür müssen Personal- und Fahrpläne neu erstellt werden,die Kundeninformation muss flächendeckend aktualisiert werden - eine Arbeit, die nicht innerhalb von zwei, drei Wochen zu erledigen ist.Erinnert sei an das Chaos und die finanziellen Folgen, dass im vergangenen Jahr die plötzliche Verschiebung des Eröffnungstermins verursacht hat.

Hartmut Mehdorn müsste aus seiner vormaligen Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der DB AG wissen, welche Vorlaufzeiten das Erstellen eines Fahrplanes braucht. Das Vorpreschen von Herrn Mehdorn in Sachen Flughafeneröffnung mag ihn in der Öffentlichkeit als den Macher, den Problemlöser erscheinen lassen. Die Anteilseigner des Flughafens, die Länder Berlin und Brandenburg sowie das Bundesverkehrsministerium, sollten jedoch an die Folgekosten denken, wenn eine Teileröffnung innerhalb weniger Wochen übers Knie gebrochen wird. Der DBV erwartet deshalb, dass die Prüfung der Eröffnung des BER-Flughafens in Teilschritten auch mit Berücksichtigung der notwendigen Anpassungen im Bahn- und Busverkehr erfolgt.

Aber vielleicht wird ja auch die Eröffnung plötzlich einige Tage vorher wieder abgesagt?! Die Kosten dafür trägtdann - wieder einmal - der Steuerzahler


In Berlin und Brandenburg: Viel Geld für Verkehrsprojekte

(29.5.2013) Die deutsche Hauptstadtregion wird zum Leuchturm - im Geldausgeben. Jeden Monat, den der neue Flughafen BER "Willy Brandt" nicht in Betrieb ist, kostet den Steuerzahler mindestens 20 Millionen Euro (würde sich Willy Brandt angesichts dieser Geldverschwendung nicht im Grab umdrehen?) und überall  werden neue Autobahnen gebaut. 3,2 Kilometer innerstädtische Autobahn kostet nach heutigem Preisstand 475 Millionen Euro (A 100-Verlängerung von Neukölln nach Treptow). Da ist der knapp 5 Kilometer lange Berliner Abschnitt des Berliner Rings in Pankow mit seinen 64,4 Millionen Euro fast schon ein Schnäppchen. Und die 12,6 Kilometer A 14 auf Brandenburger Gebiet soll - ebenfalls nach heutigem Preisstand - ca. 125 Millionen Euro kosten.

Ist es vielleicht doch so, dass Geld im System genug vorhanden ist?


Stadtregionalbahn in der Region Kiel

(28.5.2013) Das Projekt Stadtregionalbahn wird seit vielen Jahren in Kiel und seinem Umland diskutiert - eine Bahn, die sowohl auf der Straße als auch auf Eisenbahngleisen fährt. Und wie es fast immer ist, wird zu jeder Lösung und Idee schnell das passende Problem gefunden. Deshalb hat sich bisher nicht viel getan.

Den heutigen Stand zum Projekt mit allem Für und Wider fasst die neue Ausgabe der Zeitschrift Gegenwind zusammen.


Eisenbahnförderverein Westsachsen-Ostthüringen Friedrich List (EFWO) hatte mehr als 340 Fahrgäste an Pfingsten

(24.5.2013) Über das Pfingstwochenende gab es zwischen Thüringen und Sachsen (zwischen den Stationen Teichwolframsdorf und Langenbernsdorf) auf der Werdauer Waldbahn wieder Fahrten mit der Handhebeldraisine. Der DBV-Mitgliedsverein EFWO konnte über 340 Fahrgäste bergrüßen, die sich durch den Werdauer Wald fahren ließen.

Einen Bericht im MDR über die Fahrten und die Bemühungen des Vereins gibt es hier.


Busbeschleunigung in Hamburg - interessante Präsentation

(3.5.2013) Zur Zeit schaffen die Metrobuslinien in Hamburg eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 13,1 bis 14,7 km/h - wenig im Vergleich zu 29,0 km/h für den motorisierten Individualverkehr. Im Januar 2013 wurde dazu in Hamburg eine interessante Präsentation vorgestellt, die nicht nur eine konkrete Bestandsaufnahme der vorhandenen Situation enthält, sondern auch Aussagen zu möglichen Zeiteinsparungen enthält. Immerhin "verbringen" die Busse auf der Linie 5 von insgesamt 54,2 Minuten Fahrzeit 11 Minuten an Ampeln. Die dort getroffenen Aussagen können auch für Beschleunigungsmaßnahmen in anderen Städten interessant sein.


Schülerferienticket Mecklenburg-Vorpommern gilt 2013 auch für eine einmalige Fahrt nach und von Hamburg

(22.5.2013) 2012 kostete das Schülerferienticket Mecklenburg-Vorpommern noch 27 Euro, in diesem Jahr sind es 28 Euro. Dafür wurde die Gültigkeit auf jeweils eine Hin- und Rückfahrt nach Hamburg im RE 1 erweitert. Das Schülerferienticket gilt während der Sommerferien in Mecklenburg-Vorpommern vom 22. Juni bis 4. August 2013 und am 25. Juni 2013 kann zusätzlich - jedoch nicht nach/von Hamburg - eine weitere Person, die zum "Berechtigtenkreis" gehört, kostenlos mitnehmen. Informationen und Auskünfte an allen personalbedienten Verkaufseinrichtungen.


Kennen Sie "Emil"?

(20.5.2013) Emil hat mit Braunschweig zu tun und steht als Abkürzung für "Elektromobilität mittels induktiver Ladung". Bis Ende 2013 soll in Braunschweig eine Ringlinie rund um die Innenstadt, vom Hauptbahnhof über Technische Universität und Rudolfplatz zurück zum Hauptbahnhof, für den Echtbetrieb hergerichtet werden. Die Batterien der Elektrobusse werden während ihrer Aufenthaltszeiten an ausgewählten Haltestellen automatisch aufgeladen - eine Oberleitung entfällt und auch die bisherigen Einsatzzeiten von nur wenigen Stunden sollen dann der Vergangenheit angehören.

Das Projekt mit ausführlichen Informationen wird auf den Seiten der Braunschweiger Verkehrs-AG hier vorgestellt. Dort gibt es auch einen Imagefilm mit einer Erklärung der Ladeweise. Das gleiche System ist übrigens auch für Straßenbahnen anwendbar!


Probleme mit den neuen 5 Euro-Scheinen am Fahrkartenautomaten?

(18.5.2013) Nach Presseberichten gibt es an Fahrkartenautomaten Probleme mit der Annahme der neuen 5 Euro-Scheine. Der DBV rät Fahrgästen zu Gelassenheit. Einerseits sind davon nur wohl wenige Automaten betroffen und zum anderen gilt auch bei einem solchen Fall (wenn kein weiterer Automat und/oder Schalter zur Verfügung steht): einsteigen und mitfahren. Wichtig ist jedoch, sich sofort beim Schaffner zu melden und ihn auf die Nichtannahme hinzuweisen. Denn die Verkehrsunternehmen müssen immer noch dafür sorgen, dass sich der Fahrgast einen Fahrschein kaufen kann.

In diesem Zusammenhang bedauert der DBV, dass die Verkehrsunternehmen - insbesondere die DB AG - von sich aus nicht darauf in ihrer Öffentlichkeitsarbeit hinweisen, wie sich Fahrgäste verhalten sollen, wenn ein Fahrkartenautomat den neuen 5 Euro-Schein nicht annimmt.


Karlsruhe: ADFC und KVV bieten Faltrad an

(14.5.2013) Die ideale Kombination sind Fahrrad und Bahn. Nur schlecht, wenn die Bahn morgens schon so voll ist, dass da kein Fahrrad mehr reinpasst. Aus dieser Not eine Tugend machend, haben sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) auf eine gute Idee verständigt. Falträder nehmen wenig Platz weg. Deshalb bietet der KVV ein Faltrad in Zusammenarbeit mit dem ADFC mit Rabatt an. Solche Kooperationen gibt es bereits in Stuttgart, München und Stuttgart. Eine nachahmenswerte Idee! Der Link zur KVV-Pressemeldung.


Die Maut erhitzt die Gemüter

(12.5.2013) Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) hat ein Problem. In den nächsten Jahren müssen Straßen und Brücken saniert und neu gebaut werden. Der Verkehr hat zugenommen und die Lkws werden immer schwerer. Doch er weiß nicht, woher er dafür das Geld nehmen soll. So denkt er ohne Scheu darüber nach, ob eine Maut für alle Straßenfahrzeuge und auf allen Straßen nicht eine Lösung wäre. Und sofort schlägt ihm, teilweise auch aus seiner eigenen Partei, schroffe Ablehnung entgegen. Nur leider nennen die strikten Gegner keine Alternative zur Finanzierung.


Lüneburg bekommt ein weiteres Parkhaus für 800 Fahrräder

(10.5.2013) Um die teilweise chaotische Situation am Lüneburger Bahnhof zu entschärfen, wird heute das zweite Fahrradparkhaus am Bahnhof eröffnet. Inclusive Flächenkauf von der DB AG hat das ganze Projekt 1,9 Mio. Euro gekostet. Das Parkhaus bietet auf zwei Ebenen Platz für 800 Fahrräder. Das erste Parkhaus verfügt über 1.300 Stellplätze. Herzlichen Glückwunsch!


Pro Bahn & Bus Hessen kritisert geplanten Rückbau im Bf Großenlüder

(4.5.2013) Unter dem Betreff "Vorhaben 'Rückbau mit Lückenschluss der Weichen 1 und 4 im Bf Großenlüder' veröffentlichte das Eisenbahnbundesamt einen Antrag der DB Netz AG zum Rückbau von 2 Weichen und eines Gleisstückes im Bf Großenlüder. Wird das Vorhaben umgesetzt, würden nach Meinung von Pro Bahn & Bus damit erhebliche Probleme bei der angestrebten Wiederbelebung der Holzverladung an der Vogelsbergbahn.

Der Artikel in www.osthessen-news.de

Bekanntmachung des Eisenbahnbundesamtes


Studie des Umweltbundesamtes bestätigt Zusammenspiel im Umweltverbund

(3.5.2013) Die Bedeutung jedes einzelnen Verkehrsträgers im Umweltverbund sieht die neue Studie des Umweltbundesamtes „Wirtschaftliche Aspekte nichttechnischer Maßnahmen zur Emissionsminderung im Verkehr“ bestätigt. Wer mit Bahn und Bus seine Wege erledigt, nutzt daneben auch das Fahrrad oder geht zu Fuß. Das Umweltbundesamt sieht im Zusammenspiel der verschiedenen Mobilitätsformen den "Kern einer nachhaltigen Verkehrspolitik". Nur die Kombination der umweltschonenden Verkehrsträger könne die zahllosen Probleme der Zukunft lösen.


Wichtige Informationen zum Reisen für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste

(2.4.2013) Auf Grund von Nachfragen bei uns veröffentlichen wir hier gerne den Link zur DB-Broschüre "Mobil mit Handicap. Angebote und Services für mobilitätseingeschränkte Reisende" Die Broschüre mit Stand 1.1.2013 liegt auch in allen größeren Reisezentren der DB AG in Papierform aus.

Wenn Sie möchten, schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen als mobilitätseingeschränkter Nutzer von Bahn und Bus (sei es über die tägliche Nutzung oder als einmaliges Erlebnis). Ihre Hinweise und Berichte fließen in unsere ehrenamtliche Arbeit ein. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, wenn wir nicht in jedem Einzelfall antworten - dazu reichen unsere Kapazitäten nicht. Ihre Briefe und Mails werden jedoch aufmerksam gelesen:

Deutscher Bahnkunden-Verband, Bundesvorstand für Behindertenbelange, Wilmersdorfer Straße 113/114, 10627 Berlin, Mail:


Paartalbahn: Geht es endlich mit dem Ausbau los?

(1.4.2013) Die ca. 67 km lange Paartalbahn verbindet im Freistaat Bayern Augsburg mit Ingolstadt. Lange Zeit fristete sie ein Schattendasein. Seit drei Jahren fährt hier die "Bayerische Regiobahn BRB" mit modernen Zügen. Ergebnis: die Fahrgastzahlen steigen. Seit 10 Jahren fordern Kommunen den Ausbau und auch ehrenamtliches Engagement sind wohl dafür verantwortlich, wenn die Strecke immer noch im Nahverkehr bedient wird. Auf der eingleisigen Strecke wird teilweise ein 15 Minuten-Takt gefahren; sollte ein Güterzug zwischen dem Nahverkehrszügen fahren, gibt es erhebliche Probleme. 30 Millionen Euro fehlen (Stand: September 2009).

Nun scheint es endlich loszugehen mit dem notwendigen Ausbau der Infrastruktur! Wie die Augsburger Allgemeine Zeitung berichtet, soll in Aichach ein vorhandenes Abstellgleis reaktiviert und an das Streckengleis angeschlossen werden. Damit könne erreicht werden, dass Güterzüge nicht gleich den gesamten 15 Minuten-Takt der Nahverkehrszüge durcheinander bringen. Ein Anfang ...


Deutschland: "Schienenkartell" beginnt mit den Zahlungen. DBV kritisiert unangebrachte Geheimhaltung und fordert Offenlegung der Summen

(30.4.2013) Durch illegale Preisabsprachen beim Verkauf von Schienen an die Deutsche Bahn AG ist dem Steuerzahler (er finanziert in der Regel bis zu 95 % die Bauarbeiten) ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Das Bundeskartellamt hatte vier Gleishersteller im Sommer 2011 daher zu Schadensersatz verurteilt.

Nach Angaben der Deutschen Bahn AG ist jetzt mit Voestalpine eine Einigung erzielt worden. Der Konzern hatte das Kartell auch aufgedeckt und lieferte wichtige Informationen zur Aufklärung. Konsequenterweise gehen 80 % (DB-Angaben) zurück an den Bundeshaushalt. Mit den anderen drei Verurteilten laufen noch Verhandlungen.

Der DBV kritisiert in diesem Zusammenhang die unnötige Geheimhaltung der Zahlungen. Wenn es einen Betrug zu Lasten des Steuerzahlers gegeben hat, steht ihm auch eine Information zu, welches Unternehmen welche Summen zu zahlen hat.


Nordrhein-Westfalen: Fahrpreis für den Bürgerbus Tönisvorst steigt um 30 %

Die Apfelstadt am Niederrhein, westlich direkt an Krefeld angrenzend, hat ein Problem. Die Fahrgeldeinnahmen des Bürgerbusses reichen nicht mehr aus. Deshalb werden ab 1. Mai 2013 die Fahrpreise kräftig angehoben: die Fahrt kostet dann statt einem Euro gleich 1,30 €.

Der ehrenamtliche Vorsitzende des Bürgerbusvereins begründet die Preissteigerung mit den gestiegenen Benzinkosten und der Bildung von Rücklagen für die spätere Anschaffung eines Ersatzfahrzeugs. Durch die Preissteigerung sollen die jährlich etwa 25.000 Fahrgäste Mehreinnahmen von 7.500 € aufbringen.

Das Finanzierungslücke von 7.500 € und die Erhöhung um 30 % zeigt, was von den Beteuerungen der Politiker zu halten ist, wenn „... ein attraktiver Öffentlicher Personennahverkehr ein unverzichtbarer und vor allem umweltfreundlicher Bestandteil des Verkehrssystems in Nordrhein-Westfalen“ sein soll.


Hamburg-Köln-Express "HKX" fährt ab 29. April 2013 öfters

9 Monate nach Betriebsaufnahme fährt ab 29. April 2013 der HKX auch in der Woche drei Mal täglich. 25.000 Fahrgäste sind nach Unternehmensangaben bisher monatlich im Durchschnitt mit dem Zug gefahren, der privatwirtschaftlich auf DB-Gleisen Fernverkehr anbietet.

Der DBV wünscht dem HKX weiterhin viel Erfolg und zufriedene Fahrgäste.


Erster Hybridbus in Baden-Württemberg bei der Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft mbH in Betrieb genommen

(24.4.2013) Er fährt mit Dieselkraftstoff und Strom und ist damit der erste Hybridbus in Baden-Württemberg. Am 22.4.2013 wurde bei der Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft mbH (RSV) dieser Hybridbus in Betrieb genommen. Der Bus verbraucht 30 % weniger Kraftstoff (etwa 10.000 Liter Diesel/Jahr), ist emissionsfrei und fast geräuschlos beim Anfahren und Abbremsen. Die beim Bremsen entstehende Energie wird den Hochleistungskondensatoren ("Ultracaps") zugeführt; beim Dieselbus wird sie in Wärme umgewandelt und an die Umgebung abgegeben.

Das Verkehrsministerium das Landes Baden-Württemberg hat die Anschaffung mit 80.000 Euro gefördert; die Mehrkosten betragen ca. 150.000 Euro im Vergleich zu herkömmlichen Dieselbussen. Der Vertreter des Ministeriums sagte bei der Vorstellung in Reutlingen, dass im ÖPNV-Etat des Landes 2 Millionen Euro für die Anschaffung von solchen Hybridbussen reserviert seien.


Ab dem 1. Mai 2013 mit Zug und Bus von Saalburg an das Thüringer Meer

(Thüringen, 22.3.2014) Der DBV-Mitgliedsverein Wisentatalbahn bietet in Kooperation mit der KomBus Bad Lobenstein an ausgewählten Tagen in Schleiz eine Möglichkeit zur Weiterfahrt nach Schloß Burgk an. Bis bis 30. November 2013 besteht damit die Möglichkeit vom Vogtländischen Mühlenviertel ans Thüringer Meer und sogar bis nach Saalburg zu kommen.

Die Fahrpläne finden Sie hier. Weitere Informationen per beim Verein.


Deutscher Städte- und Gemeindebund:
Ruf nach Lkw-Maut auf allen Straßen wird immer lauter

(23.4.013) Die Forderung nach der Einführung der Lkw-Maut auf allen Straßen in Deutschland wird auch vom Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) wiederholt erhoben. Unter der Überschrift "Finanzierungsstau im Verkehrsbereich auflösen - Ausweitung der LKW-Maut auf alle Straßen" veröffentlichte der DStGB bereits am 10.4.2013 seine Forderung. Auch im Bereich des ÖPNV liege die Unterfinanzierung bei 600 Millionen Euro jährlich.

Die Beteiligung der Nutzer an der Finanzierung, so die Meinung des DBV, darf sich nicht nur alleine auf den Bereich der Schienenwege beschränken. Selbstverständlich muss auch der Lkw- und Busverkehr seinen Beitrag zur Unterhaltung und Erneuerung seiner Vrrkehrswege leisten.


Umweltbundesamt entzaubert Elektroautos: Keine spürbare Lärmminderung im Straßenverkehr bis 2020

(22.4.2013) Zum 1.1.2012 waren in Deutschland ca. 5.000 Elektroautos unterwegs - von 43 Millionen Pkw insgesamt. In seiner "Position" vom 18. April 2013 schätzt das Umweltbundesamt den Anteil an Elektroautos im Jahr 2020 auf magere zwei Prozent, der Straßenverkehr wäre damit insgesamt auf den Stadtstraßen um ca. 0,1 dB(A) leiser. Ein solcher Wert läge unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle. Nur bei diesen zwei Prozent entfiele die Lärmquelle Antriebsgeräusch und nur bei Geschwindigkeiten bis 25 km/h hätten Elektroautos "spezifische Vorteile" bei der Lärmminderung. Andererseits entstünde damit im Stadtverkehr ein neues Problem: leise Fahrzeuge stellen eine Gefahr für Fußgänger, insbesondere Behinderte, dar.

Das ernüchternde Fazit des DBV: Elektroautos lösen aus heutiger Sicht auch in Zukunft keines der Umwelt- und Verkehrsprobleme. Daran wird auch die forcierte Entwicklung, unterstützt durch finanzielle Anreize bei der Entwicklung, beim Bau und der Anschaffung, nichts ändern.


titel ebi 2013 01

Europäische Bahnimpulse 1/2013 erschienen!

(15.2.2013) Die neue Ausgabe ist für 5 € (incl. Versand) ab sofort bei uns erhältlich. Ihre Bestellung richten Sie bitte an

Themen:

- Verbindung Seifhennersdorf - Varnsdorf vor der Abbestellung?

- Interview mit dem neuen Behindertenbeauf-tragten des DBV-Bundesverbandes

- 4. Eisenbahnpaket in der Prüfung - neuer Aufschwung für europaweite Verkehre?

 

 

 

 


2012 erstmals mehr als 11 Milliarden Fahrgäste in Bahn und Bus!

(3.4.2013) Seit 2004 setzt sich der Trend unvermindert fort: Immer mehr Fahrgäste nutzen die öffentlichen Verehrsmittel. Am beliebtesten sind die Schienenverkehrsmittel: S-, U- und Straßenbahnen, Regional- und Fernverkehr. Das Statistische Bundesamt hatte heute die Zahlen für 2012 veröffentlicht.


Erfolgreicher Start des Fernbusverkehrs – Das Rezept heißt: Wettbewerbsverzerrung!

(2.4.2013) Natürlich müßte sich ein Verband, der auch Fahrgastinterressen vertritt, über kostengünstige Verkehrsangebote freuen. Was der Bundesverkehrsminister heute als Erfolgt feiert, basiert jedoch eindeutig auf einer staatlich legitimierten Wettbewerbsverzerrung.

Bundesfernstraßen und Bundeseisenbahnstrecken sind beides Bundesverkehrswege. Der Verkehrsträger Bahn muß für die Nutzung der Bundesverkehrswege Maut (Trassengebühren) zu entrichten, bei deren Berechnung, gesetzlich vorgegeben ist, auch die Kosten der Verkehrswege zugrunde zu legen. Der Verkehrsträger Bus hingegen kann die Bundesverkehrswege kostenlos nutzen und darauf seine Leistungen sogar zu Dumpingpreisen anbieten.
Wenn dem Bundesverkehrsminister der Geldbeutel der Fahrgäste und das Klima so am Herzen liegt, so sollte er dies auch auf den anderen Bundesverkehrwegen anbieten. Die Bahnkunden haben nichts gegen billigere Fahrpreise auf der Bahn. Was hier bezüglich der Fernbusse gelobt wird, ist reine Wettbewerbsverzerrung, die in fast allen Wirtschaftszweigen geahndet wird.

Auf seinem jüngsten Bundesverbandstag am 23.3.2013 in Kassel hat der DBV die Forderung beschlossen, entweder den Fernbusverkehr mit einer Straßenmaut zu belegen oder die Züge des Personenverkehrs von den Trassengebühren zu befreien.


DBV gratuliert der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) zur Anerkennung für den Schiffsverkehr

(29.3.2013) Die SÖP ist seit dem 26. März 2013 auch für die Schlichtung durch die Bundesregierung für den Bereich des Schiffsverkehrs anerkannt. Damit wurde die Grundlage für eine außergerichtliche Schlichtung bei Streitfällen nach § 6 des EU-Fahrgastrechte-Schifffahrtsgesetz geschaffen.

Der DBV gratuliert zu dieser wichtigen Erweiterung und wünscht den Mitarbeitern viel Erfolg. Die ausführliche Pressemitteilung der SÖP finden Sie hier.


Manfred Kurt Vormelker ist neues Bundesvorstandsmitglied für Behindertenbelange im DBV-Bundesverband

(23.3.2013) Der DBV-Bundesverband hat ein neues Vorstandsmitglied für Behindertenbelange. Manfred Kurt Vormelker wurde auf dem Bundesver-bandstag am 23. März 2013 in Kassel einstimmig in dieses neue Amt gewählt. Sein Vorgänger Uwe Adamczyk trat nicht mehr an.

In seiner Bewerbungsrede sagte er, dass er seine langjährigen politischen Erfahrungen gerne in diese neue Aufgabe einbringe. Sein Ziel: den Begriff des behindert seins viel weiter als bisher zu fassen. Vormelker: "Behinderung hat nichts mit dem Alter oder der körperlichen Verfassung zu tun. Auch die Familie, die zum Fahrradausflug mit ihren zwei minderjährigen Kindern im Kindersitz aufbricht, ist mobilitätseingeschränkt und dankbar, wenn es auf dem Weg zum Bahnsteig einen Fahrstuhl gibt. Insofern kämpfe ich im DBV für Barrierefreiheit."

Manfred Kurt Vormelker ist in seiner Eigenschaft als Behindertenbeauftragter Mitglied im Bundesvorstand und Ansprechpartner für die Landesverbände in diesem Aufgabenbereich.


"Wie sicher fühlen sich die Fahrgäste im öffentlichen Verkehr?"

(15.3.2013) Mit Unterstützung des Deutschen Bahnkunden-Verbandes hat die Allianz Pro Schiene zum Problem des Sicherheitsempfindens der Fahrgäste ein Positionspapier mit Forderungen erarbeitet. Die Pressemitteilung und die Broschüre finden Sie hier.


Bahnkunden werden weiter aktiv für die Jeetzeltalbahn. Unterschriftensammlung gestartet

(13.2.2013) Fahrgast-Rat Wendland e. V., Förderverein Ostheide-Elbe-Bahn
e. V., "Die Bahn Bleibt" und der DBV-Regionalverband Altmark-Wendland haben eine gemeinsame Unterschriftensammlung zur Reaktivierung der Jeetzeltalbahn zwischen Salzwedel und Dannenberg für den Personenverkehr gestartet. Die Aktion soll ein ländergrenzenüberschreitendes Zeichen zum noch ausstehenden Lückenschluss setzen. Die Unterschriftenliste kann hier heruntergeladen werden.

Für weitere Informationen steht der Geschäftsführer des Regionalverbandes Michael Schrader unter seiner Rufnummer 01 52 / 03 24 47 66 zur Verfügung.


DBV Rheinland-Pfalz/Saarland schlägt Ausbau des SPNV-Angebotes vor

(1.2.2013) Der Bahnkunden-Verband Rheinland-Pfalz/Saarland (DBV) begrüßt die Erklärung der neuen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), den Verkehr im Raum Saar-Lor-Lux künftig mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Gerade das Land Rheinland-Pfalz gehört auf diesem Gebiet zu den fortschrittlichsten Bundesländern, so die Einschätzung des DBV. Für den Verband gibt es derzeit dennoch viele Defizite, die zügig zu beheben sind, damit Europa auch im Personenverkehr auf der Schiene stärker zusammenwächst

Dazu schlägt der Bahnkundenverband mehrere Verbindungen vor, die ohne große Investitionskosten ausgebaut werden können.

1. Das unzureichende Busangebot im Verkehr Saarbrücken - Luxembourg sollte künftig auf der Schiene mit einem IRE/TER-Zugangebot Saarbrücken - Metz - Thionville - Luxembourg - Trier ersetzt werden. Diese Züge sollten mindestens in einem Zwei-Stunden-Takt verkehren.

2. Die für 2014 anvisierte RE-Takt-Verbindung Mannheim - Kaiserslautern - Saarbrücken muss bis Metz verlängert werden. Dafür stehen der Bahn mit der E-Lok-Baureihe 181.2 geeignete Los weiter zur Verfügung, die auch wieder in Saarbrücken beheimatet werden können, um auch bei der Bahn saarländische Arbeitsplätze zu erhalten.

3. Die S-Bahn Rhein-Neckar-Linie 1, die derzeit in Homburg/Saar endet, muss zügig bis Zweibrücken verlängert werden. In Homburg sind dabei bessere Umsteigezeiten zu den RB-Zügen Richtung Saarbrücken - Merzig und Neunkirchen - Lebach herzustellen.

4. Es ist zu prüfen, ob künftig die Strecken Saarbrücken - Überherrn - Thionville und Dillingen - Niedaltdorf - Thionville wieder für den Schienenpersonen-nahverkehr nutzbar gemacht werden können.

5. Die Anbindung Forbachs an die Saarbahn muss wieder auf den Prüfstand und dann zügig umgesetzt werden.

6. Homburg als wichtiger Anschlussknoten nach Bexbach (20 000 Einwohner), Neunkirchen/Saar (60 000 Einw.), St. Ingbert (40 0000 Einw), und Zweibrücken (40 000 Einw.) muss zum ICE/TGV-Halt wieder aufgewertet werden.

Der Bahnkunden-Verband erhofft sich, dass die Menschen in der Saar-Lor-Lux-Region enger zusammenwachsen, wenn auch das Verkehrsnetz auf Scheine enger verflochten wird. Damit hofft der DBV, dass den Worten der Ministerpräsidentin und Vorsitzenden der Großregion Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalk-Wallonien auch Taten folgen werden.

Der Deutsche Bahnkunden-Verband ist Dachverband für die Kunden der öffentlichen Sein Ziel ist die Förderung des umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrsmittel - insbesondere des Schienenverkehrs.

Die DBV-Mitglieder arbeiten in Regional- und Landesverbänden sowie in Fördervereinen mit, um gemeinsam auf allen Ebenen des (verkehrs)politischen Handelns die Stimme der Bahnkunden zu erheben.

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