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Bayern: Sonderfahrten auf dem Abschnitt Passau Hbf - Rosenau der Granitbahn (2)

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DBV fordert: Ausverkauf von Güterverkehrsflächen bei der Eisenbahn sofort stoppen!

Die neuere Geschichte der Deutschen Eisenbahn ist eine Geschichte des systematischen Abbaus und Rückbaus. Eine Vielzahl von Ausweich- und Überholgleisen, mehrere tausend Kilometer Schienenstrecke und der Großteil von Anschluß- und Verlademöglichkeiten, sowie Industriebahnen sind inzwischen Einsparmaßnahmen bei der Infrastruktur zum Opfer gefallen oder wurden zur Aufbesserung der Bilanzen sogar verkauft.

Der Schienen-Güterverkehr ist im Vergleich zum Transport auf der Straße um 80% klimaschonender. Will Deutschland die selbstgesteckten Ziele erreichen, ist eine systematische und massive Verlagerung von Gütern auf die Schiene kurzfristig zwingend erforderlich.

Nur: Wo soll dieser Güterverkehr diese Zuwächse erreichen, organisiert und abgewickelt werden, wenn immer mehr Güterflächen abgebaut werden und – einmal verkauft oder umgewidmet – auf alle Zeit verloren sind? Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla hat dies sehr richtig erkannt und neben der Strategischen Vorgabe eines Zuwachses von 70% Güterverkehr bei der DB Cargo in einem Interview gegenüber dem Spiegel folgendes gesagt: "Wir brauchen in Deutschland jeden Kilometer Gleis, um den wachsenden Verkehr zu bewältigen und das System Schiene robuster zu machen."

Hierzu sagt der DBV-Landesvorsitzende BW, Dipl.-Physiker Roland Morlock: "Der DBV sieht herausragendes Entwicklungspotential gerade im Schienengüterverkehr bereits in den kommenden Jahren. Herr Pofalla hat daher recht: Wir brauchen jeden Kilometer Gleis."

Beim Vorhaben PFA 1.6, das ab heute in der Sängerhalle Stuttgart-Untertürkheim verhandelt wird, geht es aber gerade um die Umwandlung einer Güterverkehrsfläche in Untertürkheim mit dem Ziel, anderswo Infrastrukturflächen entwidmen und verkaufen zu können. Der DBV sieht darin einen Ausverkauf von Eisenbahnflächen durch die Hintertür, was sowohl den allgemeinen Klimazielen als auch der mittelfristigen DB-Konzernstrategie zuwiderläuft.

Aus vorgenannten Gründen fordert der DBV BW, dieses Vorhaben sofort zu stoppen und hält darüber hinaus die Aufgabe der zu verhandelnden Güterfläche aus Gründen des Gemeininteresses an einem sauberen Klima und am Erreichen der Verkehrswende für nicht genehmigungsfähig. Bei dieser Erörterung kämpft der Landesverband für die Erhaltung dieser schon bald wieder dringend benötigten Fläche mit ihrer Bedeutung für die Wiederentwicklung des Schienen-Güterverkehrs und der Hafenbahn Stuttgart.

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