Berlin: Autorennen haben in der Berliner Innenstadt nichts zu suchen

DBV hält nichts von dem geplanten Autorennen am 21. Mai 2016 vom Alexanderplatz zum Strausberger Platz. Ein völlig falsches verkehrspolitisches Zeichen! Die Zeit, in der die Straße nur den Autos gehört, schien eigentlich vorbei ... Der Internationale Automobilverband FIA hat bei der Berliner Verwaltung die innerstädtische Rennstrecke beantragt. Der DBV sieht als idealen Austragungsort den im Bau befindlichen Teil des Flughafens BER.

Bis zu 225 km/h schnell sollen am 21. Mai auf einem zwei Kilometer langen Rundkurs vom Alexanderplatz über die Karl-Marx-Allee zum Strausberger Platz Rennwagen ihre Runden drehen. Auch wenn sie elektrisch angetrieben sind, gehören solche Rennen nach Ansicht des DBV nicht in die Innenstadt. Auch ohne Lärmentwicklung bedeutet ein solches Rennen ein großes Risiko für Fahrer und Zuschauer. Nicht auszudenken, wenn durch einen Unfall herumfliegende Teile Zuschauer verletzen. Bei den illegalen Autorennen, die in den letzten Wochen in der Berliner Innenstadt stattfanden, entstand häufig ein großer Sachschaden und sogar Verletzte und ein Toter sind zu beklagen.

Welches Signal will die Verkehrsverwaltung, Senator Geisel fand die Idee bereits gut, aussenden? „Freie Fahrt für freie Bürger“? Welche falschen Prioritäten der Senat durch eine Genehmigung setzen würde, zeigt auch die Tatsache, dass die direkte Anreise per U-Bahn nicht möglich wäre. Denn die BVG baut an diesem Wochenende im betreffenden Abschnitt.

Elektromobilität in der Berliner Innenstadt muss gefördert werden – vollkommen richtig. Aber eher durch Straßenbahn und Elektrobus.


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