Berlin: Umbau der Karl-Max-Allee: Statt Parkplätze an die Straßenbahn denken!

Die Erneuerung des Straßenabschnittes zwischen Otto-Braun-Straße bis Strausberger Platz steht für 2017 an. An der Vorfahrt für den Auto- und Lkw-Verkehr wird sich nicht viel ändern. Der DBV kritisiert, dass im Rahmen des zaghaften Rückbaus nicht planerisch in Mittellage eine Straßenbahntrasse vorgesehen ist. Stattdessen sind hier weiterhin Parkplätze in Hülle und Fülle vorgesehen.
75 m breit ist die Karl-Marx-Allee an dieser Stelle. Stadtein- und auswärts gibt es vier Kfz-Spuren. Und zusätzlich in der Mitte links und rechts hunderte von Parkplätzen. Hier soll sich nach dem Willen der Verkehrsverwaltung auch in Zukunft kaum etwas ändern. Wer ernsthaft Fußgängern, Radfahrern und den Fahrgästen mehr Raum geben will, setzt andere Zeichen. Selbst durch Wegfall von etwa der Hälfte der Parkplätze in Mittellage wird sich an der autogerechten Stadt kaum etwas ändern. Für die Anwohner sind sie nicht notwendig; sie haben in den Seitenstraßen ausreichend und viel näher ihre Parkmöglichkeiten.
Für den DBV ist unverständlich, warum nicht wenigtens planerisch - für spätere Jahre - in Mittellage ein Straßenbahntrasse vorgesehen ist. Ausgehend vom heutigen Knoten Alexanderstraße bis zum Strausberger Platz könnte eine interessante Querverbindung vom Platz der Vereinten Nationen zum Ostbahnhof entstehen. Es bleibt also bei der wenig einladenden Asphaltschneise. Schade!

Foto: Karl-Marx-Allee: Straßenwüste mit wenig Aufenthaltsqualität. Foto: K. Schmidt


Suchen

Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Deutsche Schienenverkehrs-Wochen, Deutscher Schienenverkehrs-Preis

schienenverkehrspreis web

DBV Kalender

Jetzt für den DBV Newsletter registrieren und regelmäßig Updates erhalten!

Jetzt anmelden