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DBV-Bundesverband, DBV-Landesverband Rheinland-Pfalz, Saarland

13.08.2013

Ein Bahngipfel der besonderen Art - Bahnkunden-Verband nimmt am Runden Tisch der Rheinland-Pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Verkehrsminister Roger Lewentz teil

DBV-Bundesverband sieht in erster Linie die Verantwortung für die Personalprobleme beim Eigentümer der DB AG - dem Bund

Am 19. August 2013 ist in Rheinland-Pfalz der erste Schultag im neuen Schuljahr. Dann werden wieder rund 60.000 Fahrgäste hier täglich ein- und aussteigen. Im Moment und voraussichtlich noch weitere Wochen werden die Einschränkungen im Zugverkehr wegen der fehlenden Personale im Mainzer Stellwerk jedoch zu spüren sein. Die Probleme haben sich bereits frühzeitig angekündigt: der Zugbetrieb im Mainzer Hauptbahnhof musste seit einiger Zeit kurz vor den Pausenwechselzeiten eingeschränkt werden, weil nicht genügend Personal zur Verfügung stand.

An der heutigen Krisensitzung mit der Rheinland-Pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Verkehrsminister Roger Lewentz nahm auch Wolfgang Klapdor, Vizepräsident des DBV-Bundesverbandes und Landesvorsitzender des DBV, teil.

Für Klapdor ist es selbstverständlich, dass es in dieser chaotischen Situation kein Ausspielen der Mitarbeiter gegen die betroffenen Kunden geben darf. "Die hier zutage getretenen Personalprobleme machen deutlich", so Klapdor, "dass die Trennung von Netz und Betrieb unumgänglich ist. Die Schieneninfrastruktur kann nicht wie ein Wirtschaftsbetrieb mit maximalen Gewinnmargen bei niedrigstem Personalbestand vorgehalten werden. Der Rückzug der Bundesregierug aus der Verantwortung für die Schieneninfrastruktur muss endlich ein Ende haben. Ansonsten wird sich die Situation, wie wir sie jetzt in Mainz erleben, noch häufig irgendwo anders wiederholen."

Die neue Bundesregierung muss nach der kommenden Wahl ihre Rolle gegenüber der DB AG neu definieren, denn ein "Börsengang" der Infrastuktursparte schließt das Grundgesetz aus.

Auch konstatiert der DBV, dass das subjektive Sicherheitsempfinden auf Grund der Vorfälle in Mainz leidet. Ist die Eisenbahn noch ein sicheres Verkehrsmittel? Hier muss an der Wiederherstellung des positiven Images gearbeitet werden!

Als kurzfristige Maßnahmen fordert der DBV:

1) Verbesserungen bei den Busshuttles zu den Zügen des Fernverkehrs, die Mainz im Moment nicht anfahren. In den Abend- und Nachtstunden einen kostenlosen Taxishuttle zu den Fernzügen.

2) Ein besonderer Augenmerk ist bei den Ersatzmaßnahmen auf mobilitätseingeschränkte und ältere Fahrgäste zu legen. Können die eingesetzten Busse Rollstühle und Kinderwagen befördern? Steht genügend Personal zur Unterstützung, Hilfestellung und Information zu Verfügung?

3) Eine angemessene Entschädigungsregelung für die Nahverkehrskunden nach Ende der Einschränkungen.

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