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Stammkunden mit BahnCard 25 und BahnCard 50 besonders betroffen

Heimlich, still und leise gab es zum „Kleinen Fahrplanwechsel“ am 12. Juni 2022 eine Verteuerung unter anderem der Fahrradmitnahme im Fernverkehr der Deutschen Bahn AG (DB AG). Die Fahrradmitnahme kostet statt 8 € jetzt 9 € und – schlimmer noch – der bisherige BahnCard-Rabatt auf 5,40 € pro Stellplatz ist ganz entfallen. Egal ob Buchung mit oder BahnCard: Jede Reservierung kostet somit 9 € pro Strecke. Eine Ausnahme gilt lediglich für Besitzer der vergleichsweise teuren BahnCard 100. Der DBV hat kein Verständnis für diese Preiserhöhung. Sie sendet leider ein völlig falsches Signal aus: Wir machen eine Fahrradmitnahme nicht nur durch zu geringe Kapazitäten schwer, sondern vergraulen gerade Stammkunden bzw. Nutzer des Umweltverbundes durch hohe Preise.

Unverständlich ist dies speziell in den aktuellen Zeiten, in der das Energiesparen wichtiger wäre denn je.

Die Fahrradmitnahme im Fernverkehr war für die Deutsche Bahn AG bislang nie eine „Liebesbeziehung“. Nur durch langen Druck und viel intensive Öffentlichkeitsarbeit konnten die Verantwortlichen nach vielen Jahren dazu bewegt werden, wenigstens in den neueren Zügen endlich einige Stellplätze vorzusehen. Die DB AG erkennt leider noch immer nicht das große Neukundenpotenzial, das mit einem attraktiven Angebot zur Mitnahme des eigenen Fahrrades im Zug gewonnen werden könnte. Stattdessen wird nun an der Preisspirale gedreht. Gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) nannte eine Sprecherin der DB AG am 5. Juni 2022 in einem Interview, dass es insgesamt 4.000 Stellplätze in den Zügen des DB-Fernverkehrs gäbe. Das sind, so zeigt die Nachfrage, viel zu wenig.

Ironie des Schicksals: Auch beim Konkurrenten der DB AG im Fernverkehr, dem Flixtrain, kostet die Fahrradmitnahme 9 €.

Nach dem Abflachen der Corona-Pandemie erlebt besonders der Binnentourismus in Deutschland eine deutliche Erholung. Der Urlaub in Deutschland wird immer beliebter. Der Ausbau der Angebote zur Fahrradmitnahme und ein attraktiver Preis müssten folglich wegweisend in der Angebots- und Preispolitik der Deutschen Bahn sein. Das Zeichen, dass nun insbesondere durch die Abschaffung des oben genannten Rabattes für BahnCard-Kunden ausgesendet wird, weist leider genau in die andere Richtung: Wer sein Fahrrad in den Urlaub oder für einen Tagesausflug mitnehmen möchte, soll dafür offensichtlich besser das Auto nehmen. Eine bedenkliche Entwicklung!

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