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Warum soll es nur Bahnhofserweiterungen und Bahnhofsneubauten auf der RE 1 im östlichen Abschnitt geben?

Mit Enttäuschung reagiert der Regionalverband Potsdam-Mittelmark des Deutschen Bahnkunden-Verbandes (DBV) auf Presseveröffentlichungen zum Betriebskonzept der Regionalexpress-Linie RE 1 (Magdeburg Hbf – Berlin – Frankfurt (Oder) – Cottbus Hbf) ab Dezember 2022. Trotz eindringlicher Forderungen aus Politik und von Kundenverbänden werden nur die Bahnsteige östlich von Berlin verlängert, während die beiden Halte in Groß Kreuz und Götz irgendwann später angepasst werden sollen. Groß Kreutz und Götz sind laut Ministerium „schwach frequentierte“ Halte.

Ärgerlich ist besonders, weil extra für die Firma Tesla einen neuer Bahnhof errichtet werden soll, trotzdem es Alternativen direkt auf dem Betriebsgelände gibt. Für wesentlich weniger Geld ließen sich die beiden Bahnhöfe Groß Kreuz und Götz zumindest mit Provisorien kurzfristig auch für die verlängerten Züge nutzbar machen. Der Bahnhof Fangschleuse soll laut Ministerium bis Dezember 2022 um 10 Meter provisorisch verlängert werden, damit dort sechsteilige Doppelstockzüge halten können (Antwort 7/4554 der Landesregierung Brandenburg). In Groß Kreutz und Götz ist dies aus für den Regionalverband nicht nachvollziehbaren Gründen nicht möglich.

Enttäuschend ist der Fakt des weiterhin nur stündlichen Halts westlich von Potsdam, weil es keine „schwach frequentierten“ Halte sind. Berufspendler beschweren sich beim Regionalverband regelmäßig darüber, dass eine Mitfahrt nicht möglich ist, weil die Züge überfüllt sind.

Wir sehen nach der heimlichen Entwidmung von Teilen der Brandenburgischen Städtebahn Brandenburg – Bad Belzig, dass die Landesregierung mit zweierlei Maß misst. Wo finanzstarke Investoren die Landespolitik vor sich „hertreiben“ kann es auch ganz schnell mit Geldbeschaffung, Planung und Entscheidung gehen. An anderen Stellen, wo dieser Druck offenbar fehlt, dauert es weiterhin Jahrzehnte. Mit solchen Entscheidungen trägt man nicht zu einer Verkehrswende bei. Sitzen die Fahrgäste westlich von Potsdam in der 2. Klasse? Der Regionalverband wird auch weiterhin fordern, dass es schnellstmöglich auch provisorische Bahnsteigverlängerungen in Götz und Groß Kreutz gibt.

 

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